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Wasser wird durch andere Stoffe verändert, egal ob wir es sehen oder nicht. Blumen, Holz, Bakterien, Uran, Phosphate, Nitrate, alles was im Wasser ist, verändert es, chemisch und/oder physikalisch und damit natürlich auch für die Organismen, die damit wechselwirken. Durch die Diversifizierung unserer Produkte treten ständig neue, künstlich erzeugte Stoffklassen im Wasser auf, darunter Farbstoffe, Pestizide, Kosmetika, Arzneimittel, Sexualhormone und natürlich Kombinationen mit vielen Kohlenwasserstoffen (Kunststoffe), die wir ebenfalls in unsere Stoffkreisläufe leiten. Das nennt man schlicht Wasserverschmutzung.

zu Teil 1

In Tel Aviv haben Wissenschaftler untersucht wie sich Bakterien verhalten, wenn Wasser angeregt wird. Bakterienkolonien vermehren sich mit einer 2 bis 3-fachen Wachstumsrate im Vergleich zu nicht angeregtem Wasser. Dabei hat es sich bei der Anregung nicht um etwas Spektakuläres gehandelt, sondern um schwache elektromagnetische Strahlung (watercomplex). Schlussfolgerungen daraus sind ernst zu nehmen, da wir ohne Bakterien nicht existieren können. Chemotaxis ist der Einfluss von Stoffkonzentrationsgradienten auf Mikroorganismen. Bakterien können sich in Abhängigkeit von Gradienten schneller vermehren und länger leben. Sie sind so zahlreich und unterliegen, aufgrund komplexer Verteilungsmuster nicht einmal einer Nomenklatur wie z.B. Wirbeltiere, weil sie z. T. nach Stoffwechselprodukten klassifiziert werden. Die Frage, die sich hieraus ergibt: Was passiert, wenn verschiedene chemische Stoffklassen und Bakteriengruppen zusammengeführt und energetisch angeregt werden unter verschiedenen Bedingungen? Denn das passiert überall, wo wir Schmutz hinterlassen (testbiotech564 und 558).

Wie fühlen Sie mit Gift. Man unterscheidet in der Bakterientoxikologie Exotoxine und Endotoxine. Endotoxine sind stabile Zerfallsprodukte von toten Bakterien. Exotoxine sind Stoffwechselprodukte, die von lebenden Bakterien ausgeschieden werden. Wenn diese Bakterien sich verändern, dann kann es dramatische Auswirkungen haben (Exkurs: Clostridium botulinum ist eine Gruppe Boden bewohnender Bakterien, deren gemeinsames Merkmal das Botulinumtoxin ist. Von den Gift-Varianten sind einige humanpathogen, andere nur pathogen für Tiere. Das Exotoxin ist eines der stärksten Gifte. Bis Einjährige sollen keinen Honig essen, weil die Darmflora noch nicht die Zusammensetzung hat, die Clostridien ausschaltet. Das Gift wird als Botox genutzt und unterliegt dem Kriegswaffenkontrollgesetz. Wenn diese Bakterien modifiziert werden, ob im Labor oder durch Umweltverschmutzung oder Wasserverschmutzung, dann kann es sehr selektiv für uns werden.). Bakterien und Toxine aus unseren Behandlungen werden auch ins Grundwasser, z.B. durch Regen, gespült. Das war immer der Fall, aber Mischungsverhältnisse von künstlichen Stoffklassen und unsere Einschränkungen der natürlichen Fliessverhältnisse von Wasser ändern die Konzentrationen und Reaktionsmöglichkeiten schädlicher Komponenten.

Unsere Filteranlagen können in den Klärwerken nicht alle gesundheitsschädlichen Stoffe absorbieren, z.B. einige künstliche Süßstoffe bleiben nach dem Filtern noch in unserem Wasser. Deshalb ist unser Trinkwasser in der Regel süßer als in natura. Aspartam erzeugt Tumore in Rattengehirnen und oft ist es aus genetisch modifizierten Pflanzen. Trinken Sie Cola light? Enthält sie Aspartam? Die FDA hat Studien zu Aspartam positiv im Sinne der Industrie bewertet. Die EU hat die Richtlinien der FDA übernommen und dieses Jahr wird eine völlige Neubewertung in der EU angestrebt. Also ich vermeide Aspartam, das ist aber gar nicht so einfach.

Hormone wie z.B. Östrogene und bestimmte Kohlenwasserstoffverbindungen im Trinkwasser und Nahrungsmitteln sorgen für eine Hermaphroditenrate von 8-9 % in den Industrieländern, d.h. Männer bekommen weibliche Brüste, Frauen werden androgyner (Haben z.B. innenliegende Hoden zusätzlich.) usw. durch Wasserverschmutzung. Wir wissen, dass zudem kleinste Mengen an Schadstoffen schädliche Auswirkungen auf die Entwicklungsbiologie von Embryonen haben. Intelligenz, Verhalten, Immunsystem und Reproduktionsfähigkeit können verändert werden. Wir brauchen technologische Möglichkeiten, diese Stoffe aus unseren Stoffkreisläufen zu entfernen und unschädlich zu machen sowie eine massive Reduzierung des schädlichen Stoffeintrags in die Umwelt.

Die Weltmeere leiden ebenfalls unter Wasserverschmuztung und werden zumindest an der Oberfläche zu 90% als verschmutzt eingeschätzt. Es gibt den großen pazifischen Müllfleck (Inseln aus Müll), größer als Frankreich und Deutschland zusammen, der zum Großteil Plastikkonzentrationen mit mehr als dem 6-fachen des Planktons enthält (Man hat auch einen kleineren im Atlantik gefunden.). An einigen Stränden sammeln engagierte Naturschützer regelmäßig tote Meeresvögel und machen Nekropsien um Todesursachen festzustellen. Die Mengen an petrolchemischen Kohlenwasserstoffen (z.B. Kunststoffpellets u. degenerierte Kunststoffartikel) sind häufig verantwortlich für das Verhungern der Tiere, die nach der Aufnahme des Kunststoffes satt sind, aber keine Kalorien zugeführt haben.

Kohlendioxid wird vom Meer absorbiert und führt zu sinkenden pH-Werten. Diese Versauerung vertragen Meeresorganismen wie z.B. einige Korallen nicht. Korallenriffe sind zusammen mit Ästuaren und Mangrovenwäldern die größten maritimen Hotspots der Artenvielfalt, unter anderem auch Kinderstuben für viele von uns genutzte Speisefische. Einige Korallen und winzige Schnecken werden vermutlich durch die Auflösung ihrer Gehäuse durch die Versauerung der Meere aus den Nahrungsnetzen verschwinden (z.B. Orr et al 2005, Kaldeira u. Wickett 2005). Die Folgen werden nicht abgeschätzt, sondern ignoriert. Und diese Form der Wasserverschmutzung sieht man nicht.

Was mich persönlich unmittelbar nervt sind Zigaretten, sie sind seit geraumer Zeit auf dem Rückzug. Nichtsdestotrotz sehe ich immer noch aufgeregte, individuelle Menschen, die ihre Kippen einfach auf die Strasse, die Wiese, ins Wasser entsorgen. Sogar Doktoranden, Greenpeace-Mitarbeiter und Menschen, die sich für ökologisches Wirtschaften stark engagieren oder auch nicht, es aber besser wissen oder wissen könnten, werfen Kippen auf den Bürgersteig. Ist Ihnen klar, wie viele chemische Komponenten so über Regenwasser und Kanalisation in den Trinkwasserkreislauf gelangen, abgesehen von Wechselwirkungen mit Organismen und abiotischen Filtersystemen (Gesteinsschichten, Sedimente), die so kontaminiert werden?

Man kann Menschen darauf aufmerksam machen, aber es gibt keine rechtliche Handhabe. Nein, ich muss mir gefallen lassen, dass uns Schaden einfach so zugefügt wird. Ich gehe von so viel Egoismus bei Ihnen aus, dass Sie auch keine Lust auf Verbrennungsreste in Ihrem Trinkwasser oder Ähnlichem haben. Das Schlimme ist, Sie wissen nicht was Krankheiten bei Ihnen, Verwandten oder Bekannten auslöst. Und um das klarzustellen, Paracelsus Aussage „Alles ist Gift und alles ist voll von Gift. Allein das Maß entscheidet, ob ein Ding kein Gift ist.“ funktioniert nur sehr beschränkt und ist eine sehr billige Aussage. Stoffgemische erzeugen einen viel aggressiveren Cocktail. Wollen Sie das „seltene“ Ereignis sein, bei dem Krebs oder eine andere Krankheit auftritt? Denn Krebs ist eben nicht mehr selten als zweithäufigste Todesursache in den meisten Industrieländern, auch weil sich viele verschiedene Tumore bzw. Erkrankungen, ausgelöst durch was?, dahinter verbergen. Über die Ursachen kann nur spekuliert werden und praktischerweise ist der Nachweis der Wirkungskette oft sehr schwer. So werden bestimmte Früchte aus den Tropen und Subtropen auch mit 20 oder mehr Pestiziden behandelt, damit die Grenzwerte der einzelnen Pestizidwerte nicht überschritten werden (Die gleiche Taktik wird auch bei sogenannten nachhaltigen Investmentfonds gefahren. Weniger als 5% aus der Rüstungsindustrie, weniger als 5% aus der petrochemischen Industrie usw. In der Summe kann dann nicht von Nachhaltigkeit gesprochen werden.). Da aber 20 Wirkstoffe kombinatorisch kaum klinisch überprüft werden können bzw. es wirksam verhindert wird, können Sie sich aussuchen, warum das geschieht. Das gleiche gilt für viele andere Produkte, die wir nutzen müssen? Kombinierte Wechselwirkungen verschiedener Verbindungsklassen unter diversen lokalen Bedingungen in unseren Stoffkreisläufen sind daher kaum bekannt, weil eben die Grenzwerte erlaubt sind und so weitere Forschung oft gar nicht stattfindet. Ceteris paribus ist in diesem Zusammenhang dann auch ein beliebtes Argument bei Streitigkeiten wider der Kritik und trotzdem ein Argument für die wachsende Zahl unserer Probleme.

Es gibt zahllose Kommunikationswege von Stoffgemischen mit Wasser in unseren Stoffwechselprozessen, die uns betreffen. Leider ist diese Information gebunden durch mangelnde oder zuwenig Forschung. Frei wird diese Information erst durch umfangreiche Bildungsmaßnahmen breiter Schichten um tiefere ökologische Strukturen und Details freizulegen. Wir bräuchten friedliche Heerscharen von Wissenschaftlern. Aber auch das wird, warum und wodurch auch immer, verhindert. Oder irre ich mich?

P.S. Demnächst eine etwas stärkere Auflösung zum Symptom 0750H7, auch Wasser wird involviert sein, in Ihrem Fleisch, Ihrem Trinkwasser, Ihrem Gemüse und vielleicht Ihrem Magen. Bleiben Sie gesund, auch wenn es schwerfällt.

P.P.S. An dieser Stelle möchte ich auf die Surfrider-Foundation aufmerksam machen, die uns das Foto zur Verfügung gestellt hat. Klar, wir wollen Spass haben, aber trotzdem nehmt Euern Müll wieder mit oder kommt gar nicht erst damit an den Strand und macht am besten Gruppenfahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, auch wenn die Politik noch immer schläft. Hier also ein Termin, der Information bietet und Euch gleichzeitig bittet, nicht nur zu passiv geniessen, sondern auch zu einer gemeinsamen Aktion einlädt: rise-above-plastics.

Foto: surfrider


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Comments ( 1 Comment )

Toller Beitrag! Danke dafür. Das Thema ist derart Komplex und beinhaltet so viele Einzelaspekte, dass ich gar nicht so recht weiß wie ich meine Gedanken gerade aufschlüsseln soll.
Ich mache mir oft Gedanken darüber was ich z.B. konsumiere und wäge viele Entscheidungen ab. Dein Artikel ruft aber auch ins Gedächtnis, dass es eben nicht nur an Einzelpersonen hängt, sondern JEDER zu solchen Veränderungen beiträgt. Wüsste JEDER, was diese Veränderungen im eigenen Körper anrichten, wäre eine Verhaltensänderung im quantitativen Sinne sicher denkbar.
Hm….also wenn es die Heerscharen gäbe, dann würden sie wohl in der Tat verhindert werden. Vielleicht gibt es auch schon mehr Information, die aber bewusst von den Wissenden zurück gehalten wird?

Liebe Grüße
°Sun

Sun added these pithy words on Jun 08 12 at 00:23

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