Was hilft gegen Depressionen und was verursacht Depressionen? Foren. Man kann dort herzlich viel lachen, über die Kommentare und sehr viel lernen. In diesem speziellen Fall ging es um die Nutzung von Kernenergie, spezieller um die seltsamen Nachberichte über die weltweiten Schäden bzw. die Verteilung der Strahlung weltweit durch die Katastrophe in Fukushima. Viele der dortigen Behauptungen sind selbst für Laien schlicht idiotisch und ich frage mich, wer ein Interesse daran hat, so ein ernstes Thema zu verzerren. Da wird z.B. behauptet die Sterblichkeit von Babys wird durch das Vorhandensein von KKW’s gesenkt bzw. die Lebenserwartung erhöht. Und ionisierende Strahlung wäre der Gesundheit förderlich.

Eine schöne und knappe Entgegnung auf die Behauptung, dass die natürliche Strahlung viel höher ist, im Vergleich zur vom Menschen verursachten durch KKW war: KKW kaputt, Logik kaputt…, denn wenn ein Unfall wie in Fukushima geschieht, tritt die natürliche Strahlung in den Hintergrund. Davon abgesehen haben viele andere Foristen sehr originelle Entgegnungen geschrieben, mehr oder weniger sachlich. Ich möchte mich bei allen bedanken. Meine Cortisol- und Immunoglubolin A – Spiegel sind wieder auf einem gesunden Level und ich fühle mich gut.

Aber auf die Dummheit und Ignoranz dort reagiere ich hin und immer mit Informationswut für mich und andere. Es war SPON. Ich habe den Eindruck dort wird gezielt Schwachsinn von PR-Leuten der Industrie verbreitet. Aus diesen Gründen möchte ich stichhaltige Argumente anführen. Denn vielleicht sind einige einfach nur schlecht informiert. An der Bildung durchs Internet bzw. WorldWideWeb kann es ja aber nicht liegen, immerhin sind die meisten in der Lage Kommentare auf den betreffenden Seiten abzugeben und können sogar Links einfügen.

Den anderen religiös unsinnige Behauptungen aufstellenden Leuten möchte ich sagen, ihr könnt ja nichts dafür. Es gibt einige Neuro- und Evolutionsbiologen, die behaupten Religiösität ist in unserem Gehirn durch die Evolution verankert. Aber auf lange Sicht wird die Evolution Euch vielleicht nicht ausschalten, wenn Ihr keine wissenschaftlich basierten Religionen annehmt, aber ihr werdet immer weniger ernst genommen werden, was nach Gandhi nicht nett ist, aber die Ignoranten muss man, wenn möglich, mit Argumenten strafen. Fakten zu kennen und zu ignorieren, macht dumm, genauso wie Rassismus hilft aber zur einfachen Entscheidungsfindung (Kahneman und Tversky haben sehr interessante Studien dazu veröffentlicht.) Fakten nicht zu verstehen, ist noch ein ganz anderes, eher gesellschaftliches Medienproblem oder einfach Pech. Denn der Aufwand, der vonnöten ist, um die Fakten und sogar ausgeprägte Kausalketten zu ignorieren kostet viel Kraft (mentalen Aufwand) und in einer politisch korrekten Umgebung sich ständig verstellen zu müssen kostet noch mehr Ressourcen, außer vielleicht von Kindesbeinen an disziplinierten hochintelligenten Soziopathen (Ja, ich weiß, die sind präzise definiert.), die das Fußvolk anleiten.

Biologen sind sich sicher, dass ohne ionisierende Strahlung kein Leben bzw. bestimmte Formen auf der Erde entstanden wäre. Und Strahlungsexperten sind sich sicher, dass zu viel ionisierende Strahlung schädlich ist. Und die Sterblichkeit wird vielleicht für einige Babys wirklich verringert, wenn sie weit genug weg von der anthropogenen Strahlungsquelle wohnen und vom Strom profitieren, wenn die Eltern z.B. an der Rendite der AKW beteiligt sind, aber im Mittel wird es sich lokal negativ auf den Organismus auswirken. Die meisten Mutationen wirken sich negativ auf die Fortpflanzungsfähigkeit aus.

Fühlen Sie sich wohl, wenn Sie an einem AKW-Schlot vorbei kommen? Vielleicht erkennen Sie keinen AKW-Kühlturm? Das sind ziemlich große, meist vertikal bikonkave Röhren bis 200 m Höhe, also selten zu übersehen. Das wirkt sich auf die Psyche aus, ob wir wollen oder nicht, immer vorausgesetzt, Sie wissen, was Sie da sehen. Es ist eine Art panökologischer Effekt. Andererseits kann es sein, das Ihre Wahrnehmung nicht mehr so stark an natürliche Umgebungen angepasst ist und dann wird es Ihnen nicht bewusst. Oder Sie arbeiten in der AKW-Industrie, allerdings nicht als exkludierter Arbeitnehmer ausgelagerter Dienstleistungen, die rechtlich für die Unternehmen gut handhabbar sind, weil die Dienstleister u.U. anderen Rechtsvorschriften unterliegen, was moralisch verwerflich, aber gesetzlich geduldet ist.

Es wäre interessant eine Studie über Leute anzufertigen, die Zugriff auf Daten und die Fähigkeit, diese zu interpretieren zu haben und ob diese Leute in der Nähe von AKW’s wohnen oder von Leuten, die in den Aufsichtsräten und Vorständen von EnBW, RWE, Vattenfall oder Eon oder anderen Kernkraftwerksbetreibern sitzen und die Wohndistanzen zum nächsten KKW zu prüfen. Außerdem fände ich es interessant zu wissen, ob die Direktoren von TEPCO sich selbst nach Fukushima Daiichi begeben haben oder in der Nähe wohnen bzw. wo die Hauptaktionäre wohnen. Kürzlich gab übrigens eine Studie, die ganz klar aufzeigt, dass in der Nähe von AKW die Mädchen und Schwangere eine höhere Anfälligkeit zeigen zu erkranken als anderswo. Der Bundestag hat eine Anfrage diesbezüglich gestellt. Ebenso ist in dieser Anfrage enthalten, warum auffällig viele prekäre Mitglieder, wie oben erwähnt unserer Gesellschaft in subalternen Dienstleistungsunternehmen für KKW-Betreiber arbeiten.

Aber jetzt zu Leuten, die wirklich Ahnung hatten. Andrej Sacharow, für mich einer der ganz großen Menschen des letzten Jahrhunderts, vor allem weil er Zivilcourage gezeigt hat, ähnlich wie Józef Rotblat, Marie Curie, Linus Pauling, Bertrand Russell oder aktueller Nelson Mandela und andere Menschen, die gegen Lobbytrutzburgen oder vorgefertigte gesellschaftliche Gedankenkonstrukte  anrennen. Sakharov schaffte durch seine Ideen auf wissenschaftlicher Ebene zusammen mit vielen anderen brillanten Physikern bedeutende Grundlagen für die Wasserstoffbombe, den thermonuklearen Reaktor (Tokamak-Schema, Fusionsreaktor), die Teilchenphysik und die Kosmologie.

1958 veröffentlichte Sakharov den Artikel Der radioaktive Kohlenstoff nuklearer Explosionen und die schwellenunabhängigen biologischen Effekte, in dem er über Todesfolgen und -zahlen pro Megatonne für Nuklearexplosionen referierte. Schwellenunabhängig heißt kleinste Dosen können Schäden im Erbgut hervorrufen (1). Initial für diesen Artikel waren 1954 bei Wasserstoffbombentests die ersten Toten, z.B. durch radioaktiven Fallout bei japanischen Fischern (The Lucky Dragon Incident. Die USA zahlten 2 Mio. $ für die Schäden durch A-Waffentests am Bikini-Atoll.). Durch seinen Standpunkt Atomwaffentests künftig stärker einzuschränken bzw. ganz aufzugeben wurde er nach diversen Protestaktionen aus dem sowjetischen Atomwaffenprogramm Ende der 60er Jahre entlassen. Man wollte die nukleare Ökologie politischen Interessen unterordnen.

Also ein genialer Mann, der in sehr abstrakten Sphären denken konnte, entscheidet sich für einen nicht konformistischen Weg. Er hätte es einfacher haben und weiter Annehmlichkeiten einheimsen können, statt isoliert in Verbannung zu leben. Viele, die den Mauerfall bzw. den Zusammenbruch des Ostblocks nicht erlebt haben, verdanken selbstverständliche Freiheiten Menschen wie Sakharov und Gorbatschov (beides Friedensnobelpreisträger), abgesehen davon, dass der damalige Westen medial maximalen politischen Nutzen daraus zu ziehen wusste. Lernen wollte die Kernkraftwerksindustrie und deren Befürworter in der Politik nicht viel. Ich frage mich manchmal, ob der Nobelpreis eine Art kulturelle Absolution für die Ignoranz unserer Wirtschaft und politischen Entscheidungsträger gegenüber soziologischen und ökologischen Problemen ist. Unsere wirtschaftlichen Eliten halten sich quasi Nobelpreisträger als Garanten für Informationsasymmetrie wie gut abgekapseltes in Dosen zuführbares Machtelixier. Die Erkenntnisse werden genutzt, nicht um etwas zu ändern, sondern um den Status quo beizubehalten. Aber verkauft wird es als maximaler Nutzen für die gesamte Menschheit. Fühlen sich Sie sich genötigt?

Wenn zwei leitende Wissenschaftler zur Konzeption und Konstruktion thermonuklearer Waffen oder ein Linus Pauling (Pauling ist ebenfalls Friedensnobelpreisträger. Ein gewisser Oppenheimer war wissenschaftlicher Leiter des Manhattanprojekts und Sakharov ist mit als Vater der sowjetischen H-Bombe bekannt.) gegen nuklearen Waffeneinsatz plädieren, müssen sie klar dringliche Probleme für die Umwelt erkannt haben. Es ist interessant, dass beide, Oppenheimer und Scharow, in ihrer Heimat massiv unter repressivem Druck, trotz ihrer Verdienste für das Heimatland, gerieten. Denn auch Oppenheimer geriet in der McCarthy-Ära in Verdacht der amerikanischen Regierung Kommunist zu sein und wurde wegen „politischer Bedenklichkeit“ aus den Diensten der USA entlassen und erhielt seinen Unbedenklichkeitsstatus nie zurück.

Schon 1946 wurde Herrmann Joseph Muller mit dem Nobelpreis für Physiologie ausgezeichnet, für die Entdeckung das Röntgenstrahlen Mutationen auslösen. Marie Curie hat ihre überragende wissenschaftliche Neugier durch die Forschung mit Radium wahrscheinlich mit dem Leben bezahlt. Ein Scharlatan, wer glaubt, das die energetisch stärkere Gammastrahlung, das nicht kann. Genetiker wie E. Chargaff und Chemiker wie L.Pauling warnten vor den Folgen von nuklearer Strahlung, während Physiker wie Edward Teller vorschlugen in der Arktis Häfen mit Nuklearexplosionen zu schaffen. Viele Physiker hielten radioaktive Strahlung anfangs für etwas Natürliches und damit Harmloses. Obwohl ich mich frage, wie das nach The Gadget, Fat Man und Little Boy, den ersten drei thermonuklearen Waffen, noch der Fall sein konnte. Eine amerikanische Studie wegen gesundheitlicher Bedenken ins Leben gerufen kam dann leider zum Schluss, dass man die Nukleartechnik für zivile Zwecke in den Begriff bekomme. Damit war in den USA der Startschuss gefallen. Die Sowjetunion „gewann“ bei der friedlichen Nutzung und nahm 1954 das erste AKW in Betrieb.

Radioaktive Strahlung wirkt, seit dem Trinitytest im Jahr 1945 weltweit auf jeder Ebene. Die Explosion war die Geburtsstunde für die nukleare Ökologie, konkret für anthropogene nukleare Ökologie. D.h., seit Beginn des Einsatzes thermonuklearer Methoden für die Energiegewinnung und die Waffenproduktion sowie -nutzung hat die „Funktionsgleichung“ der Evolution auf der Erde Terme für Mutationsraten und Selektion zusätzlich erhalten. Einige Wissenschaftler sprechen von einer völlig neuen Ära der Evolution. Und Forscher bezeichnen Populationen von Menschen, die besonders stark von der Nuklearindustrie betroffen sind bzw. ihr nicht ausweichen können, wie z.B. Indianerstämmen in New Mexiko als „environmental sentinels“, also Wächter. Diese Wächter werden teilweise als Realzeit-Sammler radioaktiver Belastungen gesehen und auf radioaktiv belastetes Gewebe getestet bzw. die Wächter-Populationen als demökologische Studienobjekte betrachtet. Aber jeder lebende Mensch seit dem Beginn der Nukleartests der 40er Jahren des 20. Jahrhunderts wird beeinflusst, mal mehr, mal weniger aufgrund individuell genetischer und Umwelt bedingter Vorraussetzungen und vor allem durch kulturelles Verhalten, also auch durch Angst der Massen. Die radioaktive Strahlung, der wir durch Nukleartests und natürliche radioaktive Strahlung beträgt ca. 120% (Wolfson 1991). Die Referenz (100%) stellt dabei die natürliche radioaktive Strahlung dar, ohne menschliche Aktivitäten. Es bilden sich nicht nur in den USA seit dem Kalten Krieg verschiedene wissenschaftliche inter- und transdisziplinäre Fachrichtungen heraus, die gezielt untersuchen, wie die Hinterlassenschaften bzw. die aktuelle Nutzung von Kernenergie auf die Erde wirken. Die Komplikationen sind umfassend und berühren jede wissenschaftliche Disziplin, ob direkt oder indirekt. Ökonomie, Geologie, Hydrologie, Neurologie, Genetik, Ökologie, Physik, Chemie, Jura, Linguistik, Anthropologie, Klimatologie, Soziologie und Psychologie und zahlreiche Ingenieurswissenschaften sind offensichtlich involviert. Man kann ohne Zweifel sagen, dass es das größte nicht lösbare technische Faktum unserer Zeit ist, zusammen mit dem Klimawandel und dem Artenverlust, wobei von Wechselwirkungen ausgegangen werden kann. Nukleare Ökologie ist die Disziplin, die sich konkret mit den ethnographischen, politischen und soziobiologischen Auswirkungen unserer Atomindustrie auseinandersetzt.

Die sogenannten Testsites in den USA sind zum Teil Abfalllager, die nuklearen Abfall in die Umwelt diffundieren lassen, weil die geologischen Gegebenheiten damals falsch eingeschätzt wurden. Das bedeutet, dass Insekten wie Honigbienen, in kontaminierten Gebieten, Schadstoffe in weniger kontaminierte Gebiete vermitteln. Das bedeutet, dass Wasserbewegungen durch kontaminierte Materialien Grund- und Trinkwasser belasten, da Aquifer über Wasserdiffusion von nuklearem Abfall belastet werden. Das bedeutet, dass Pflanzen wie die Russische Distel, in vielen Ländern ein Neophyt, deren Wurzeln über 6 m in die Tiefe reichen, Strontium 90, an die Oberfläche holt. Und die Windverteilung der Samen weitere Flächen einer erhöhten Kontamination aussetzen kann. Das bedeutet, das Fruchtfliegen, die sich auf betroffenen Flächen bewegen, belastete Nahrung aufnehmen können und diese sich woanders anreichern kann. Man kann von weiteren Vektoren, die belastetes Material verteilen ausgehen.

Schwalben in Chernobyl, die weiße Nachkommen haben, die sich wie normale Schwalben verhalten, zumindest bis sie gen Süden und nicht wiederkehren, können andere Predatoren oder Aasfresser verseuchen, terrestrisch, marin oder limnologisch. Sicherheitszonen, z.B. 30 km um Chernobyl sind durchlässig für diverse Biota. Wenn der Bestand zu groß wird sowohl in Russland wie in den USA wandern diese Biota aus und dispergieren strahlendes Material in angrenzende Ökologien. Gerade die Avifauna ist extrem beweglich und wird oft auch durch Menschen konsumiert. Zoo- und Anemochorie und andere Vektoren begünstigen die die Verbreitung radioaktiver Substanzen und verändern die Möglichkeiten der Biota Mutationen hervorzubringen. Die Strahlungsdosis wird zwar in den USA bei betroffenen Säugern in stark belasteten Testgebieten oft kontrolliert, aber nicht die Mutationsrate bzw. genetische Veränderungen. Viele Mutanten mögen nicht lebensfähig sein, aber einige werden sich vermehren und sich weiter verbreiten. Man kann auch argumentieren, dass Homöostasiseffekte auftreten wie Hormesis, d. h. manche Organismen werden robuster gegenüber Strahlung in gewissem Rahmen, aber die Vorhersagbarkeit wird umso unwahrscheinlicher, desto mehr genetisch veränderte Biota auftreten. Was vor allem dagegen spricht sind Schutzmechanismen, die den militärisch-industriellen Komplex der USA vor Unannehmlichkeiten schützen, wie z.B. der Price-Anderson Nuclear Industry Indemnity Act, der Unternehmen der Nuklear-Industrie vor ernsthaften Bedrohungen durch Schadenersatzklagen schützt, im Falle eines Störfalles. Oder wenn wir Pech haben, unterliegen bestimmte Waffen mit Strahlungsmaterial der Geheimhaltung oder nicht, wie Uranmunition, die von sage und schreibe mind. 21 Staaten verwendet wird. Und die Verwendung verstösst gegen das Genfer Protokoll, da Uran hoch giftig ist.

Ein weiteres Argument für erneuerbare Energien tritt auf, wenn man den derzeitigen Zuwachs an Kohle in Deutschland betrachtet. Die ist nämlich billig im Moment. Leider wird bei den Mengen, die wir verbrauchen auch massiv Thorium und Uran und Radon freigesetzt. Alles radioaktive Elemente und die Mengen (unter andere technische Strahlungsquellen) sind alles andere als gering.

Wenn man weiter denkt, dann könnte man sich die wachsende Weltbevölkerung und die schwindenden Nahrungsressourcen ins Gedächtnis rufen. Bei immer wieder vorkommenden Unfällen und den versenkten Beständen von Atom-U-Booten und nuklearen Sprengköpfen und der Entsorgung von nuklearen Abfällen in den vergangenen Jahrzehnten, frage ich mich, ob denn die Fänge aus den Meeren alle mit dem Geigerzähler geprüft werden. Strengerweise wäre auch eine Karte nuklearen Abfalles interessant und Möglichkeiten der Verbreitung erfreulich, damit die Strahlenbiologen entsprechend forschen können, natürlich unter Freigabe sämtlicher Rohdaten, damit jeder interpretieren und ein echter gesellschaftlicher Diskurs aufkommen kann.  Noch schöner wäre ein angeschlossenes Weltplebiszit mit vorangehender Aufklärung aller Beteiligten, ob wir in einer stärker strahlenbelasteten Welt leben möchten. Die grundlegende Frage könnte lauten: Möchten Sie in eine Welt hineingeboren werden, die radiologisch kontaminiert ist? Dazu ein paar Erläuterungen und Bilder zu den Hibakusha und schnell werden wir die AKW-Industrie als historisch betrachten dürfen. Die Hibakusha sind Opfer der 3. Kategorie von Little Boy und Fat Man in Japan, die nicht unmittelbar (1.Kategorie) durch die Detonationen bzw. nicht bis Ende 1945 (2.Kategorie) starben. Sie wurden lange sozial stigmatisiert, da die Menschen keine Kenntnisse über die Folgen der Verstrahlung hatten. D.h., sie bekamen keine Jobs und oft auch ihre Kinder nicht, was natürlich mit erheblichen existentiellen Sorgen verbunden ist. Die Geschichten der Hibakusha sind krasseste Zeugnisse für Atomkraftgegner und härteste Argumente gegen Befürworter.

Aber um die Kernkrafttechnologien von der Erde zu bannen, brauchen wir zivilen Ungehorsam und Transparenz in sämtlichen politischen Entscheidungsprozessen. Auch wenn ich persönlich als Ökologiker es als traurig betrachte, die biologischen Probleme hintan stellen zu müssen, denke ich, dass die Transparenz vor allem Vorrang haben muss, denn ohne wird eine Aufarbeitung und realistische Herangehensweise an unsere sozialen und Umweltprobleme nicht möglich sein. Aber wir müssen uns damit abfinden in einer nuklearen Ökologie zu leben. Die Frage ist nur wie stark die Mutationsraten bei uns noch werden dürfen?

Links:

Interessantes Video zum State of Play in den USA wie mit nuklearen Abfällen bzw. kontaminierten Arealen verfahren wird. http://www.theverge.com/2012/6/14/3038814/yucca-mountain-wipp-wasteland-battle-entomb-nuclear-waste

Eine Chronologie radioaktiver Vorfällen durch Menschen verursacht findet Ihr unter

http://www.roadtechs.com/rpchron.htm.

Eine Kasuistik von einem Atomwaffentest:

„Takuyo Maru,“ Another „Lucky Dragon“?  Science, New Series, Vol. 130, No. 3373 (Aug. 21, 1959), pp. 443-444


Subscribe to comments Both comments and pings are currently closed. |
Post Tags: ,

Browse Timeline


Comments are closed.


© Copyright 2007 GREENDELICIOUS . Thanks for visiting!