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Es gibt Tage, die sich vor allem problemorientiert gestalten. Das sind die Tage, an denen ich nicht mal eine winzige Verbesserung sehe, weder bei mir noch bei meiner Umwelt, um  Letztgenannte zu verbessern oder zu erhalten, wo es ausreicht. Gerade in der letzten Zeit habe ich mich verstärkt mit Nachhaltigkeit in der EU und Deutschland auseinandergesetzt. Zwangsläufig vergleicht man dann auch weltweit den Umweltschutz. Und die folgenden Zahlen sind alles andere als spaßig.

1. Mehr als 3,5 Mrd. Menschen sind nach Weltbankdefinition mit einem Einkommen von ≤ 2 $  als extrem arm eingestuft.

2. Rund 1 Mrd. Menschen hungern.

3. Mehr 1,5 Mrd. haben keinen Zugang zu sauberem Wasser.

4. Mehr als 75 Arten sterben pro Tag aus.

5. Mehr als 13 Mio. ha Regenwald werden jährlich abgeholzt.

6. 20 % tropischer Korallenriffe sind zerstört und 95% gefährdet.

7. Peak Globalisation

Selbstverständlich könnte ich so ziemlich lange weitermachen und es könnte in einem gewissen Fatalismus enden. Aber wie oben erwähnt, kommt es auf das Auge des Betrachters an. Viele kennen sicher auch andere interessante Zahlen, die unter Umständen ein paar Gewissensbisse verursachen. Und auch ob der Mensch lieber lösungs- oder problemorientiert ist, gerade in Bezug auf Umweltschutz spielt eine Rolle. Zur Europäischen Union bzw. Deutschland möchte ich nur so viel sagen. Wir haben einen ökologischen Fußabdruck von 4,7 ha bzw. 4,6 ha pro Person und Jahr. Wir haben eine Biokapazität von 2,2 bzw. 2,0 ha pro Person und Jahr. D. h. wir haben ein Defizit von 2,5 bzw. 4,6 ha per anno und pro Kopf. Wir überlasten unsere Ressourcen in Bezug auf die biologische Kapazität um das Zweieinhalbfache. Und erzeugen, bei einem Werkstoffverbrauch in der EU z.B. 16 Tonnen pro Jahr und Person, auch 6 Tonnen Abfall jährlich per capita.

Andere beschäftigen sich noch mehr mit dem Thema und auch ihnen fällt es wahrscheinlich manchmal sicher schwer, positiv zu bleiben. Sobald man eine Ursache erkannt hat, vernetzt sie sich quasi automatisch mit den anderen Problemen, von denen man geglaubt hat, sie ansprechend lösen zu können. Die Sache ist komplex sagt der Fachmann. Also möchte man lieber doch auf dem einen Problemfeld beharren und dort Lösungen generieren. Da auch ich wie erwähnt, hin und wieder mal eine leichte Depression in meiner Stimmung erkenne, werde ich die sieben Probleme in der nächsten Zeit als Herausforderung betrachten und sie etwas genauer im Monat August bzw. September zerlegen, um eher leichtfüßige Freude als ermüdende Anstrengung zu erzeugen. Ich freue mich darauf Euch Positives über unsere Umwelt zu zeigen. Die reinen Zahlen oder Verhältnisse lassen zu oft qualitativ wichtige Faktoren ungewichtet. Den Überbegriff Umweltschutz habe ich gewählt, da ich denke, dass wir unsere Umwelt nur schützen können, wenn wir uns sozial gerecht verhalten und ökologisch limitiert sind wir durch die nachwachsenden Ressourcen.

P.S. Das ist übrigens keine grüne Sonne im extremen UV-Bereich aufgenommen, denn durch die hohen Temperaturen in der Corona der Sonnen (der oberen Sonnenatmosphäre mit ca. 1.500.000 Kelvin), werden 11 Elektronen von den Eisenatomen aus der Elektronenhülle gerissen, die dann als Fe XII Anion im hohen UV-Bereich Energie abstrahlen, mit einer Wellenlänge von 19,5 nm. Und man kann diese Strahlung nur von orbitalen Teleskopen aus beobachten, sie wird durch unsere Erdatmosphäre abgehalten. Eisen ist für Menschen von elementarer biologischer Bedeutung für den Sauerstofftransport im Blut und auch wichtig für die anoxygene Fotosynthese bei Purpurbakterien.

Aber viel wichtiger ist, dass wenn man alle Probleme bei der Energieversorgung betrachtet, nur die Sonne unseren Planeten grün aussehen lässt. Windräder und auch andere in die Umwelt platzierte mechanisch oder chemisch wirksame Erneuerbare Energien sind ökologisch und gesundheitlich nicht so unproblematisch wie gern lange öffentlich geglaubt wurde und deshalb habe ich dieses Bild gewählt. Denn nur die Biomasseproduktion durch die Sonne ermöglicht unser Dasein und insofern bin ich der Meinung, nur die Sonnenenergie kann unsere Probleme lösen, ohne langfristig weitere negative Rückkopplungen in den Ressourcen zu verursachen. Ästhetisch, ökologisch und sozial. Also Freude oder Anstrengung? Dann vielleicht besser Freude durch Anstrengung für den Umweltschutz.


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