Woobamboo

In der Reihe, Zahnbürsten, die die Welt noch braucht, stellen wir heute WOOBAMBOO vor. WOOBAMBOO stammt aus Florida und hat das Problem, dass übermäßig viele Menschen Plastikzahnbürsten nutzen, erkannt. Was liegt also näher, als aus Bambus Zahnbürsten herzustellen?

Als Bambusfan spricht mich das Konzept natürlich an, wie auch schon bei bogobrush. Wie bei bogobrush kommt auch bei WOOBAMBOO Nylon Tynex für die Borsten zum Einsatz.

Kleine Bambuskunde für WOOBAMBOO-Zahnbürsten

WOOBAMBOO nutzt Phylostachys edulis für die Stiele, an denen wir uns dann festhalten, um unsere Ersten, Zweiten und Dritten zu reinigen. Phylostachys ist eine Riesenbambusart und wird für viele Zwecke verwendet. Die Sprossen werden gern gegessen und das verholzte Material ist kein klassisches Holz, sondern entsteht nicht wie bei den Bäumen durch sekundäres Dickenwachstum, sondern durch primäres. Bambus verholzt trotzdem in der Reifephase. Er wird meist mit 5 bis 6 Jahren geerntet und für Möbel, Parkett und andere Gegenstände genutzt. Fasern finden Verwendung in der Papier- oder Textilherstellung. Der Bambusspross kommt durch das angesprochene Primärdickenwachstum schon so dick, wie er in die Höhe wachsen wird aus dem Boden. Bäume teilen Zellen nach außen breiter werdend und damit im Umfang zunehmend. Das kann der Bambus nicht. Er geht nur in die Höhe.

Es wird vermutet, dass bestimmte Bambusarten sehr viel mehr CO2 binden können als Bäume auf gleicher Fläche. Sie wachsen nämlich sehr schnell, über 40 cm pro Tag bei manchen tropischen Arten. Wer also Zeit hat und mal in einer Gegend mit gutem Bambusbestand Urlaub macht, kann mit der nötigen Ruhe Gras wachsen sehen. Bambus gehört nämlich botanisch zu den Süßgräsern. Mit 3 Monaten sind die meisten Bambusarten ausgewachsen und bilden dann Ableger über Rhizome. Das sind Speicherwurzeln im Boden, die durch die Fotosynthese der schon stehenden Bambusstöcke bzw. -halme gespeist werden. Da die Halme nach 7 bis 12 Jahren absterben, verrottet sehr viel Bambus im Wald. Für die Kohlenstoffbindung muss der Bambus vorher in die materielle Nutzung überführt werden. Beispielsweise in Schneidbrettern für die Küche oder für Shinais im Kendo. Bambusse sind mit antimikrobiell wirksamen Inhaltsstoffen ausgestattet und eignet sich deshalb gut als Zahnbürstenstiel. Leider sind die Borsten, die man aus organischen Materialien testet nicht vor dem Befall durch Mikroorganismen gefeit oder verfügt noch nicht über die richtigen physikalischen Eigenschaften im Gebrauch. Weswegen noch besagtes Nylon Tynex zum Einsatz kommt. Das Tynex-Nylon kann aber recycelt werden und die Stiele aus Bambus können dann in die Erde. Es fragt sich natürlich, ob eine Zahnbürste, die nach 6 bis 8 Wochen Nutzzeit in die Erde kommt, wirklich als Kohlenstoffspeicher dienen kann. Da so der Kohlenstoff wieder freigesetzt wird. Obwohl im richtigen Garten der Vielfalt wird der Kohlenstoff wieder von anderen Organismen aufgenommen. Besser als Kunststoffe aus der Petrochemie sind Bambusstiele aber allemal, da wir so zumindest keine Giftstoffe in die Umwelt freisetzen, ob nun durch Verbrennung oder durch Schreddern und filigrane Abrasion in viele Kleinteile, die verschiedenen Lebewesen schaden.

WOOBAMBOO Set

Für die eventuellen Vorwürfe von Pandaliebhabern sei geschrieben, dass Pandas den Moso-Bambus, wie er auch genannt wird, nicht fressen. Verwendeter Bambus kommt aus nachhaltig bewirtschafteten Hainen. Und wenn man genau hinsieht, erkennt man an jeder einzelnen Zahnbürste von WOOBAMBOO die einzigartigen natürlich geprägten Muster des Bambushalmes, aus dem der Zahnbürstenstiel gemacht ist. Die Zahnbürsten gibt es in hart, medium und soft und verschiedenen Ausführungen und leider nur in Amerika. Also wer ein Zahnbürstenexperte ist oder Bambusspezialist kann sich ja mal Gedanken machen.

Bild: PR WOOBAMBOO


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