QMILK Biopolymer Faser

 Faservergleich, man sieht wie glatt die QMILK-Faser ist.

Überfluss oder Maßlosigkeit? Jedes Jahr wandern über 20 Millionen Tonnen Lebensmittel in Deutschland in den Müll. QMILK hat für ca. 1.900.000.000 kg Milch eine Lösung gefunden. Die Produkte sind beeindruckend.

Die Firma Qmilch IP GmbH, die QMILK, ein Biopolymer entwickelte, das auf dem Milcheiweiß Kasein beruht, ist ein echtes Highlight des Upcyclings. Dieses Kasein stammt aus Rohmilch, die nicht gesetzlich mehr verkehrsfähig für den Lebensmittelmarkt ist. Das Biopolymer wird zu einer Faser verarbeitet, die vielseitig einsetzbar ist, in der Medizin und der Textilindustrie. Ob als Endlosfilament oder als Stapelfaser, QMILK bietet beides.

Milch ist das Elixier mit dem die Evolution unseren Ahnen, den frühen Säugern an der KT-Grenze ihre Ausbreitung ermöglichte. Logisch packte die Natur einen brillanten Cocktail in die weiblichen Säuger. Wir haben unsere domestizierten Milchtiere und unsere Infrastruktur eindimensionaler gestaltet und Hochleistungssysteme geschaffen, die es nicht erlaubt die erzeugte Milch vollständig zu verwerten. Bisher.  Milch ist immer noch sehr wertvoll, trotz unserer industriellen Verarmung dieses Naturproduktes und folglich ein äußerst kostbarer Rohstoff, der großes Potenzial bietet.

QMILK verwertet einen Rohstoff, der noch unvermeidbar anfällt. Und bisher nicht genutzt wurde. Natürlich gibt es das Problem nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. QMILK ermöglicht in einer Transformationsphase unserer Ökosphäre eine Nutzung dieses Potenzials.

„Gründerin der Qmilk Deutschland GmbH ist Anke Domaske, die aufgrund der Krebserkrankung Ihres Stiefvaters auf der Suche nach chemisch unbehandelter Kleidung war, dabei stieß sie auf Milchproteine.“ PR QMILK

QMILK

Schon in den 1930ern ist Milch zu Textilien verarbeitet worden. Der Prozess war mit einem schlechten Wirkungsgrad, sowohl energetisch wie auch chemisch nicht besonders umweltfreundlich.

Das Unternehmen startete klein, in Küche, ohne Labor und mit der Idee eine Faser zu entwickeln, die nicht chemisch belastet ist. Krebskranke haben ein gestörtes Immunsystem, dass auf Vieles, beispielsweise Sonnenstrahlung, chemisch behandelte Textilien mit Allergien und anderen Störungen reagiert. Und Frau Damaske schaffte es mit ihrem Team eine Faser zu entwickeln, die antibakteriell wirkt, UV-Schutz bietet und multifunktional verwendbar ist. Natürlich dermatologisch getestet.

Dabei gibt es keinen Abfall, das Biopolymer ist kompostierbar, wird in Deutschland produziert. Die Faser besticht durch Brandschutzklasse B2 und sehr gleichmäßige Farbaufnahme und einer seidenähnlichen Haptik.

QMILK Trioplast

QMILK hat das weltweit erste Trioplast entwickelt. Prozess- und verwendungstechnische Vorteile von Thermoplasten, Duroplasten und Elastomeren werden zusammengeführt und es kann elastisch, als Hartstoff gefertigt  oder in Pulverform genutzt werden. Ein Superplus ist die leichte Implementierung in Verfahrensprozesse. Im heutigen Nachhaltigkeitsdenken ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz, die weitermacht wie gehabt.

Natürlich wird auf nachhaltige Lieferanten geachtet, was ich aber momentan nicht so wichtig finde. Aber es erzeugt natürlich Druck und somit eine Änderung des Produktionsverhaltens in der Massenmilchviehhaltung. Da die ökologischen Produzenten eine weitere Absatzmöglichkeit haben und zusätzlich Geld verdienen. Trotzdem sollte man über die in der Massenhaltung entstehende Milch auch nachdenken und verwerten. Eine Subvention der Massenmilchviehhaltung darf so aber nicht entstehen und diese unnötig am Leben halten.

Zusätzlich arbeitet QMILK am Aufbau des ersten Logistiksystems zur Sammlung von bislang technisch ungenutzter nicht verkehrsfähiger Milch. Ich muss und freue mich das zu schreiben, das ist ganz mächtiges Kung Fu  für einen Kickass der herkömmlichen Textilfaserproduzenten auf Petrochemiebasis und der Milchindustrie. Hoffen wir nur, dass dadurch die Milchproduktion kein zusätzliches Mehr produziert, sondern Substitute, die schädlich sind, damit aus unseren Produktionskreisläufen nehmen wie konventionelle Baumwolle und chemisch schwer recycelbare Kunststoffe.

 

Bilder: QMILK


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