ECOVER OCEAN PLASTIC Bottle

Ocean Plastic Bottle – im ersten Moment klingt das irgendwie unsinnig. Doch die Ecover Gruppe ist ein Unternehmen aus Belgien mit Hauptsitz in Malle hat sich mit dem Design der Ocean Plastic Bottle einem Riesenproblem gewidmet. Von einem arbeitslosen Seifenvertreter 1980 gegründet entwickelt das Unternehmen ökologische Wasch- und Reinigungsmittel, stellt sie her und vertreibt sie in 26 Ländern. Ecover war eine der ersten Firmen, das phosphatfreie Reinigungsmittel herstellte und ist heute europäischer Marktführer für ökologische Wasch- und Reinigungsmittel. Und die müssen verpackt werden.

RED DOT DESIGN AWARD

Von den großen Müllstrudeln in den Ozeanen dürfte mittlerweile ja jeder, dem Thema ein wenig am Herzen liegt oder zumindest am Verstand, gehört haben. Recyceltes Plastik oder sagen kurzsichtig produzierter petrochemischer Müll wird nun von Ecover genutzt, um Behältnisse herzustellen. Und auch wenn ich vom Red Dot Design Award nichts halte, denn weiterhin wird auch petrochemischer Müll ausgezeichnet, so ist jetzt die sinnvolle Verwertung von Ozeanmüll in besagten Flaschen ausgezeichnet worden. In der Kategorie Kommunikationsdesign 2014 hat Ecover gewonnen.

DAS PLASTIKPROBLEM

Europäische Fischer entlohnt für das Sammeln und Abliefern von Plastik aus dem Meer haben vielleicht so weiter eine Einnahmequelle, denn in den Netzen bleibt ja hin und wieder größerer Plastikmüll hängen. Aber bitte nicht das bescheuerte Argument von einigen Zeitgenossen, die ihre Faulheit und das Wegwerfen von Müll in die Landschaft mit dem Argument begründen, dass sie so Arbeitsplätze schaffen, übernehmen. Die Entwicklung der Ocean Plastic Bottle war ein umfangreicher Testlauf und so ist die Stückzahl streng limitiert. Dank des großen Erfolges können die Herstellungsprozesse jedoch weiter ausgebaut werden, um in den kommenden Jahren noch mehr Plastikmüll aus den Meeren zu nutzen. In diesem Jahr sammelte Ecover 10 Tonnen Plastikmüll aus dem Meer und konnte davon eine Tonne für die Produktion der Kunststoffflaschen verwenden, im kommenden Jahr sollen es bereits drei Tonnen sein. Ein Hauptproblem liegt in den verschiedenen Kunststoffen, die verschiedene Zusammensetzungen aufweisen und folglich nicht alle verwendet werden können für die Ocean Plastic Bottle. Zudem sind viele verwendete Produkte unserer Industrie Verbundstoffe, die nicht einfach zu trennen sind. Was derzeit leider noch ein Hauptproblem bei der Wiederverwertung darstellt und so, oft begründet mit Kostengründen, nur eine Verbrennung in Müllanlagen erfolgt.

Das Meeresplastik wurde anschließend recycelt und für das Packaging der Ocean Plastic Bottle – einem limitierten Hand-Spülmittel – genutzt. Der Flaschenkörper besteht zu 10 Prozent aus Ocean Plastic, die restlichen 90 Prozent stammen ebenfalls aus recyceltem Kunststoff. Da Ecover per Gründungsgedanken schon am Umweltschutz interessiert ist, hoffe ich natürlich stark, dass es nicht bei einer limitierten Edition bleibt. Schließlich sind reichlich Plastikrückstände in den Ozeanen vorhanden. Nachahmer wären also super, bis wir alles halbwegs wieder rausgefischt haben.

OCEAN PLASTIC BOTTLE – bionisch adaptiert

Das Flaschendesign ist bionisch Natur inspiriert. Einkerbungen im Flaschenkörper folgen dem Bauprinzip vieler einzelligen Organismen wie  Kieselalgen. Resultat ist eine höhere Stabilität bei gleichzeitiger Gewichtsreduktion. Einzeller bilden die Nahrungsgrund-
lage für ozeanische und limnologische Lebewesen und ihre Populationen sind durch die Plastik-Verschmutzung stark gefährdet. Ecover möchte natürlich auf die Verschmutzung, aber auch auf Lösungsansätze aufmerksam mache.

Bei der Entwicklung der Flasche wurde Ecover durch das Logoplaste Innovation Lab unter-
stützt, einer  Sparte der Logoplaste Gruppe, die sich ausschließlich der Forschung und Entwicklung von Hartplastik-Lösungen widmet.

Da sagen wir, weiter so.

Ecover

Bilder: PR Ecover


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