Gegen Zucker kann gar nicht genug geworben werden. Zucker ist ein Zivilisationsfluch, der wie Aberglaube problemlos verschwinden kann, wenn sich der Mensch nur dagegen entscheidet. Wie gegen Industriefutter allgemein.

Die Krankenkassen würde massiv entlastet. Die Pharmaindustrie wäre weniger mächtig. Die Zahnärzte würden mehr und mehr zu Beratern, denn zu extrem teuren Handwerkern. Die Menschen wären wacher, vitaler und wahrscheinlich auch wehrhafter gegenüber anderen Konsumversuchungen. Die Eltern müssten sich was anderes einfallen lassen, um ihre Kinder ruhig zu stellen oder überlegen sich zweimal, ob Zucker wirklich notwendig ist. Zucker ist wie eine Betäubung für die Massen.

Ich esse seit 10 Wochen stark paleo orientiert bzw. habe meinen Stoffwechsel auf ketogen umgestellt und bin wesentlich ausgeglichener. Müdigkeitsphasen fallen fast ganz weg über den Tag. Meine Bauchspeicheldrüse ist total happy, da ich keinen Heißhunger mehr habe. Zweimal am Tag esse ich zwei mittlere oder große Mahlzeiten und einen Apfel am Morgen und bin oft länger als 7 Stunden satt. Ketogen bedeutet nicht notwendigerweise Fleischkonsum oder Fischkonsum. Fette und Eiweiße sind in vielen Samen zum Überfluß vorhanden. In Avocados und Chiasamen sind Omegasäuren, obwohl diese nicht lokal angebaut erhältlich sind.

Eine Ernährung ist ketogen langfristig ohne Nebenwirkungen möglich. Kohlenhydrate esse sich trotzdem, wenn auch viel weniger. Meine Geschmacksnerven sind mittlerweile so empfindlich, dass ich Probleme habe, wie früher bei Fressattacken, eine ganze Tüte Chips zu essen. Zu viel Salz. Übrigens gibt es Chips, die wirklich nur Kartoffeln, Salz und Pflanzenfette enthalten. Aber bitte darauf achten, kein Palmöl aus den südostasiatischen Plantagenwüsten. Sonnenblumenöl tut es auch. Bei den meisten Produkten einfach nicht kaufen, sobald zu viele Inhaltsstoffe auftauchen, die ihr als Nicht-Lebensmittelchemiker nicht kennt. Paleo ist ein Modetrend, so wie no carb und clean eating, aber alle helfen massiv gesünder zu essen, wenn die Fleischlast reduziert wird und Fisch selten auf den Tisch kommt. Vor allem die intensive Auseinandersetzung mit dem Essen selbst macht sensibel, für das was auf den Tisch kommt.

Zucker ist nicht per se schädlich, aber fast alles wird in Richtung süß von der Lebensmittelindustrie gedrängt. Wie erwähnt, ich esse hin und wieder ein Stück Obst. Leider sind viele Obst- und Gemüsesorten auch schon stark am Süßen orientiert und entsprechend gezüchtet. Obwohl häufig wieder ältere Gemüsesorten teuer in Restaurants verkauft werden.

Frisch zubereiten und essen ist das A und O. Weniger Obst, da Fructose schwer für uns zu speichern ist und den Stoffwechsel belastet. Vor allem Smoothies sind oft Zuckerbomben und wenig sinnvoll. Lieber einen Apfel oder ein anderes europäisches Obst oder essen. Ich schneide mir morgens meine Gemüsestücken und nasche zwischendurch. Falls ihr Glück habt, bekommt ihr sogar noch Weintrauben mit Kernen. Perfekt, die Kerne enthalten Radikalfänger und Antioxdantien und ersparen den Damen vielleicht teure Anti-Aging-Produkte aus Maische. Ebenso greift auch gerne zu hässlichen Früchten. Gemüse, Nüsse in Maßen, Samen je nach Art sind die Hauptbestandteile meiner Ernährung.

Ich trinke meinen Kaffee trotzdem mit Biomilch und mal mit Butter, selten Käse und zwei bis dreimal im Monat Fleisch oder Fisch. Hülsenfrüchte lasse ich nicht komplett weg, da ich gerne Erbsen und Linsen esse, habe sie aber selten auf dem Speiseplan. Natürlich probiere ich hin und wieder noch prozessierte Pseudolebensmittel, die ich aber zusehends geschmacklos oder als übertrieben stark gewürzt finde. Sogar meine geliebten Chipstüten (Salz, Kartoffeln und ein Pflanzenfett, vielleicht noch Rosmarin o. ä. reichen.) esse ich nicht mehr komplett leer. Sobald mehr draufsteht, Finger weg.

Das Beste, obwohl ich nichts strikt weglasse, esse ich viel disziplinierter, weil es mir einfach nicht mehr so schmeckt wie früher. Und obwohl ich vorher schon, wenn auch nicht dogmatisch, sondern dank meiner Frau, fast vegetarisch gegessen habe. Je stärker ihr Euch so ernährt oder vegetarisch oder vegan und lokal die Nahrungsmittel bezieht, umso sozialer kann unsere Welt werden und damit werden meist auch Ressourcen geschont. Cola und Limonaden sind übrigens schon seit Jahren bei mir passe, ich trinke nur Wasser, Kaffee mit Milch und Tee und wirklich sehr selten Saft. Das Einzige was mir mal fehlt ist Brot, aber auch dafür gibt es Lösungen.

Ketogene Diät

Clean Eating

Paleo Diät

Video: foodwatch

 


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