Upcycling Needlewoman Bridge&Tunnel Team Hamburg

Näherinnen bei Bridge&Tunnel: Latifeh Peer-Zadah (links), Asiye Yalcinkaya (Mitte) , Mandeep Kaur (rechts)

Brigde&Tunnel ist ein Hamburger Start-up mit dem Anspruch soziale und ökologische Brennpunkte lokal etwas weniger brennend zu gestalten. Gegründet haben das mehrfach ausgezeichnete Unternehmen zwei starke Frauen, Hanna Charlotte Erhorn und Constanze Klotz.

Das Geschäftsmodell der beiden Sozialunternehmerinnen beruht auf Upcycling, sozial und materialtechnisch. Sozial ist Brigde&Tunnel durch einen komplementären Ansatz zur Selbsthilfe nicht nur für Menschen mit Migrationshintergrund, sondern auch andere gesellschaftlich Benachteiligte einerseits und den Möglichkeiten in hochwertigem Design die eigene Kreativität unternehmerisch auszuleben auf der anderen Seite. Für das Material stehen ausgemusterte Textilien in unserer Hit and Run Kultur Schlange, englisch post-consumer waste, die zu Interior Design, Accessoires oder Taschen geformt werden. Das heißt, es wird Ausschussware verwendet, die nicht mehr getragen werden kann. Bridge&Tunnel kauft diese Textilien der Kleiderkammer Wilhelmsburg zu einem festgelegten Kilopreis ab. Schonende Verarbeitung und eine nachhaltige Achtsamkeit für das Nähteam sind dabei selbstverständlich. Bridge&Tunnel setzt dabei auf die steigende Nachfrage durch Prosumenten. Jenen qualitativ konsumfähigen Menschen mit einem Interesse an umwelt- und sozialen Strukturen schonenden Produkten.

Bridge and Tunnel Design Upcycling

Tasche auf Dekorteppich von Bridge&Tunnel

Das kleine Team stammt aus Afghanistan, Indien, der Türkei, Polen und Deutschland. Brigde&Tunnel als soziales Unternehmen integriert die Fähigkeiten von Mitmenschen. Die scheinbar nicht sofort durch bürokratische Hürden, oft in unseren Köpfen, ins hochnormativ arbeitsteilige Deutschland passen und damit ihren Lebensunterhalt bestreiten können und WOLLEN.

Bridge&Tunnel steht für Integration und Internalisierung

Das nennt sich volkswirtschaftlich kostenpositive Internalisierung, oder im politischen Deutsch, eine erstklassige Integrationsleistung. Frau Klotz und Frau Erhorn schaffen in unserer wirtschaftlich durchexerzierten Kultur entsprechend eine monetäre Bewertung von sonst als Abfall definierten Stoffen mit Hilfe von dafür qualifizierten Migranten. Internalisierung ist die monetäre Berücksichtigung bisher nicht inkludierter Kostenvor- oder nachteile gesellschaftlicher Phänomene in unsere Ökonomie. Diese Kosten entstehen in Industrieländern oft durch eine kostenoptimierende und administrativ implementierte infrastrukturelle Externalisierung, zu deutsch Auslagerung, von sozialen und Umweltschäden. Und das sind leider regelmäßig Großunternehmen und leider auch die Regierungen von Bund und Ländern. Diese vor allem durch eine mangelhafte Integrationsleistung, für die sie jedoch ursprünglich geschaffen sind. Wir finden das Konzept von Bridge&Tunnel richtig gut und hoffen auf noch mehr am Gemeinwohl orientierte KMU Start-ups.

Und wünschen allen Menschen bei Bridge&Tunnel viel Erfolg.

Upcycling Bag Design Bridge&Tunnel Klotz Erhorn

Die Gründerinnen von Bridge&Tunnel Hanna Charlotte Erhorn und Constanze Klotz

 

Fotos: PR Bridge&Tunnel; Stephan Kühn-Logan


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