Dopper Plastikprojekt Eric Fuly Umwelt Rio de Janeiro

Rio de Janeiro. Sofort tauchen in Gedanken weite Strände auf, tropische Cocktails, winzige Bikinis, sonnengebräunte Brasilianer beim Strandfußball oder Baden. Dopper, ein Produzent nachhaltiger Trinkflaschen, jedoch überrascht Strandbesucher im Olympiasommer 2016 in Rio mit einer eindrucksvollen Plastikmadonna.

Die Botschaft

Dopperbotschafter Peter Smith hat dieses Kunstwerk entworfen. Es zeigt eine Mutter beim Stillen ihres Kindes. Und das Kunststück besteht aus weggeworfenen Plastikflaschen. Plastiksuppe. Am 8. Juni 2016, dem Tag des Meeres hat Dopper die 12 Meter lange Kunststoffmadonna am Botafogo Strand enthüllt.

Dopper möchte das Kunstwerk nutzen, um auf die massive Umweltverschmutzung durch Plastik aufmerksam zu machen, mit der wir letztendlich unsere eigene Nahrungskette vergiften. Wer hört nicht von Menschen, die starke Bedenken haben im Segelrevier der Olympischen Spiele zu baden oder wer kennt nicht die Bilder, diverser verhungernder Tieren, die Kunststoffe fressen und mangels Kalorien verenden. Und wer hat überhaupt noch Lust Meerestiere zu essen, die mit Kunststoff abgefüllt sind, abgesehen von der Überfischung. Der Strand ist mit einer der Orte, an denen wir uns häufig und sehr gern aufhalten und damit auch unseren Müll mitbringen. Verantwortung zeigt, wer ihn wieder mitnimmt und nicht neben übervollen Müllbehältern einfach abstellt. Wind, Tiere und manchmal auch Menschen zerstreuen ihn oft wieder, dass die Müllabfuhr gar keine Gelegenheit ihn ordnungsgemäß zu entsorgen. Wer natürlich wiederverwendbare Behälter mitbringt, der macht alles richtig.

Die Allegorie

Die Plastikmadonna ist als Symbol gedacht. Als Mutter, die ihr Baby unabsichtlich mit Plastikmolekülen, auch hormonell wirksame, vergiftet. Das Projekt Plastikmadonna war alles andere als einfach wie auch unsere gesellschaftliche Aufgabe, die Meere und Lande wieder von Kunststoffen zu befreien. Dopper Beach Messengers, zu deutsch Strandbotschafter haben monatelang in Rio Plastikmüll gesammelt. Gemeinsam mit den Einheimischen im Rahmen eines Social Happening bei guter Laune.

Das Material

Dabei kamen mindestens 65 Kilo Plastik zusammen, fast 4.000 PET-Flaschen! Das klingt vom Gewicht her wenig. Aber hier kann man sich an Kompartimentierung aus der Biologie erinnern, also das Verhältnis der gesamten Oberfläche zum reinen Materialvolumen wie z.B. bei unserer Lunge. Das ist entsprechend hoch. Je mehr Oberfläche, desto mehr Möglichkeiten durch äußere Einflüsse, wie chemisch aktive Substanzen oder energetische Ereignisse wie UV-Strahlung, Moleküle oder Teile der Flasche zu lösen und die sich dann in die Umgebung verabschieden. Solche Reinigungsaktionen schaffen einen echten Mehrwert für die Gesellschaft, bei den Brasilianern und ihren Gästen für mehr Bewusstsein für die negativen Auswirkungen von Einwegkunststoffen auf die Umwelt. Bewusstsein, das dringend überall benötigt wird. In Brasilien werden täglich 250.000 Tonnen Müll produziert, lediglich 2 % werden recycelt.

Der Künstler

Der Brasilianer Eric Fuly hat das Kunstwerk ausgeführt. Eric zufolge ist Kunst auch die Fähigkeit, Leben zu verändern. Konsequent beschäftigt er sich stetig mit dem sozialen Aspekt seiner Arbeit. Für ein Kunstprojekt zu den Olympischen Spielen in London 2012 entwickelte er Kostüme aus recycelten Zeitungen, Papier und Plastik, um auf das globale Müllproblem hinzuweisen. Als Dozent bei Spectaculu, einer sozialen Bildungsinitiative für junge Menschen aus unterprivilegierten Vierteln in Brasilien, bildet er diese Zukunftsforscher zu Künstlern aus. Eric bezieht diese jungen Menschen in seine Projekte mit ein, damit sie sich weiterentwickeln und vielleicht sogar ein Einkommen erwirtschaften können bzw. Ideen. Durch den Einbezug lernen sie konzeptionelle, planungsrelevante und ausführende Stadien eines Projektes kennen. Speziell in Bezug auf Kunststoffe werden so diverse Perspektiven entwickelt. Umwelt und Nachhaltigkeit, im protektiv und transformierend ökosozial werden so konfrontativ und konstruktiv in den nächsten Künstlergenerationen hoffentlich auf eine höhere Harmonieebene mit dem Planeten gebracht.

Der Entwurf

Die Plastik-Madonna in Rio de Janeiro basiert wie eingangs erwähnt auf einem Entwurf des niederländischen Künstlers Peter Smith. Realisiert hat Peter Smith mit Stichting Klean an der Küste von Scheveningen bereits ein ähnliches Projekt. Dort war die niederländische Plastikmadonna mithilfe von 3D-Druckern aus Plastikabfällen hergestellt.

Dopper

Dopper, mit dem Slogan „the bottle is the message“ fertigt Trinkflaschen gleichen Namens und ist offiziell Cradle to Cradle zertifiziert. Keine Weichemacher, keine toxischen Substanzen, klimaneutral und BPA-frei (?Anmerkung: Klimaneutralität ist präzise gesagt unmöglich, aber bezieht sich in diesem Fall auf eine CO2-Bilanz.)  Alle verwendeten Materialien sind wie von Cradle to Cradle gefordert, in diesem Fall technologisch, recyclingfähig. Dopper und Du unterstützten durch die Einnahmen aus dem Kauf der Trinkflasche Wasser- und Abwasserentsorgungsprojekte von Simavi, einer Organisation in Nepal. Am wichtigsten, Du belastest unsere Erde weniger durch Vermeidung von PET-Flaschen und Du sparst Geld, wenn Deine Gemeinde gesundes Trinkwasser besitzt.

recyclingfähig C2C zertifiziert Trinkflasche

Abbildungen: PR Dopper


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