Technologisch bin ich schwer zu begeistern. Zu oft wird der Glaube an technologische Lösungen überzogen. Aber SolPad ist ein zukunftstaugliches Home-Flexgrid-Konzept, das Off-Grid sein kann. Modulare Bausteine, Echtzeitorganisation, privates internet of things, da mit Softwareintegration, mobil und handlich, erweiterbar in Reihe und damit massentauglich. Okay, vielleicht sollte ich den Preis abwarten. Trotzdem ein erstklassiges Konzept. Und natürlich noch zu perfektionieren. 

SolPad – state of the art

Das SolPad scheint aufgrund seiner grundlegenden Ausführung fast idiotensicher. Plug-in und die Software konfiguriert automatisch angeschlossene Geräte aus der SolPad-Serie. Was heutzutage leider ein Designkriterium für Geräte sein sollte, nicht zuletzt, weil es auch viele Menschen ohne ausgeprägtes Interesse für das Programmieren grafischer Editoren, anorganischer Schaltkreise oder anderer tief gehender technologischer Expertise geben soll. Und bekanntlich muss ein Experte nicht unbedingt an einfachem Handling durch seine Kunden interessiert sein. Das SolPad schon. Vor allem an Privathaushalten und netzfreien Umgebungen.

Start-up SunCulture Solar Inc.

Am 22. September hat SunCulture Solar Inc., ein US-Start-up, das SolPad™ offiziell vorgestellt. Und ich bin wirklich fasziniert. Ich hoffe natürlich auch, dass jetzt nicht an jedem ruhigen Ort jemand Lärm mit einem vom SolPad versorgten Gerät veranstaltet. Denn der Anspruch der Macher ist es, natürlich gleich die ganze Welt zu revolutionieren. Etwa am Hillary-Step am Everest kann jemand vielleicht demnächst dort oben Tee servieren. Das SolPad ist dank solid-state-battery, deutsch Festkörperakkumulator, auch für tiefe Temperaturen geeignet, Solid-state-Systeme sind zudem sicherer und haltbarer als herkömmliche Lithiumsysteme und nicht entflammbar. Ob sich das Hochschleppen auf über 8000 m lohnt, entscheidet das Wetter freilich. Aber was spricht dagegen, unabhängig zu sein, nicht von anderen Menschen, aber von jenen distanzlosen und unverschämt anachronistischen Großunternehmen, Pardon Menschen, die diese Unternehmen beschützen, die sich Energieversorger nennen oder Autohersteller. Ausnahmen sind hiermit ausdrücklich bedacht.

Das Solarpanel sieht nicht nur gut aus, erst mal, warten wir die harte Schule des Alltags im Freiem ab oder von Outdoorproduzenten. Ein innovatives Invertersystem, die Software ist natürlich mit diversen Smartdevices ansteuerbar. Der Inverter sorgt dafür, dass Gleichstrom in Wechselstrom verwandelt wird. Und nicht zu vergessen, das SolPad liefert Energie. Die Batterie kann über die Solarzellen wie über den Netzanschluss geladen werden und die Software hilft beim Ansteuern einzelner Hausgeräte.

Praktisch überall in der Sonne nutzbar

„SolPad is truly the world’s first fully integrated solar energy solution created for the modern smart home and sustainably minded global citizen.“ Da werden einige Hersteller ins Schwitzen geraten. Denn überall wo kein Netz existiert, braucht es jetzt kein Netz mehr, also kein teures Energienetz und unter Umständen auch keine Backbones. Denn das SolPad kann als Hotspot für Kommunikationsprotokolle, ob lokal als eigenständiges Netz oder verlinkt mit dem Internet genutzt werden. Ich frage mich schon seit Langem, warum z.B. in bestimmten Windenergieanlagen oder in anderen Bauten, die viele belasten, aber nur wenigen Gewinn bringen, keine Verstärker, Hotspots oder Basisstationen integriert werden, im Land der Dichter und Denker.

Das SolPad kann sicher auf dem Dach montiert Energie aufnehmen, es kann aber einfach auf die Terasse gestellt oder an die sonnenverwöhnte Wand gehängt werden. Hier sind jetzt die Netzanbieter gefragt, sonst kann es bald ernsthafte Probleme mit deren Existenz geben, obwohl die Großartige Koalition ja fleißig versucht den Bürger zu schröpfen, wo es nur geht, z.B. beim Eigenverbrauch, obwohl sie seit Jahren eklatant versagen, was die Förderung von kleinen autarken Energienetzen angeht. Die möglich sind, z.B. im Verbund mit Blockheizkraftwerken auf Basis lokaler Biomasse. Und wenn ich mich auf mein Ergometer setze und selbst ein paar Batterien auflade … Denn die Hersteller von Haushaltsgeräten sind ebenfalls interessiert das solare Argument für sich zu nutzen und werden ihrerseits ihre Modelllinien adaptieren, irgendwann. Vielleicht stirbt das Wechselstromnetz vielleicht sogar lokal und regional aus.

Natürlich wird SolPad nicht gleich die ganze Welt, so wie TESLA es nicht schafft, bedienen können. Aber falls die Patente schon Konkurrenzprodukte blockieren, kann SolPad bzw. SunCultur Solar Inc. ohne Probleme und ich muss dazu auch kein Hellseher sein, eines der nächsten globalen führenden Technologieunternehmen werden. Jetzt erscheint übrigens auch die überhastete, weil technisch recht unspezifische Vorstellung von TESLAs solaren Dachziegeln u. U. plausibler. Es bewegt sich einiges auf dem US-amerikanischen Erneuerbare Energien Sektor. Und TESLA ist nicht allein, auch wenn die Medien uns das oft suggerieren.

SolPad Home

Jedes SolPad Homeist autark oder stand alone, wie es so schön heißt, d. h. Du kaufst Dir eins. Es gefällt Dir, also kaufst Du ein zweites … Verbinden, die Software konfiguriert kurz und das System ist bereit. Dein Netz- und Stromanbieter nervt Dich? Ach so, der Netzbetreiber hat ja nix mit Dir zu tun, Du musst ihn nur bezahlen. Du meldest Dich genau aus solchen Geiselnahmeszenarien in Deinem Holz100 Cube vom Stromversorger ab, dank weltmeisterlicher Dämmwerte und eine für andere Fertighausanbieter schon fast peinliche biologische Wohlfühlatmosphäre. Falls das SolPad zwanzig Jahre hält bzw. die einzelnen Komponenten wie die Niederspannungsbatterie nicht nachgekauft werden müssen. Holz100 gibt 50 Jahre Garantie gegen Pilze und Bakterien. Jetzt fehlt nur noch ein eigener Brunnen und die Garantie, dass „Dein“ Grundwasser gesund ist und Du kannst mit Deinem Gewächshaus und in Deinem Privatwald zurück in die Zukunft. Vorausgesetzt Du bist handwerklich etwas begabt oder einer Deiner Nachbarn. Arbeitsteilung und kollektive Vorteile und produktives Sozialverhalten müssen ja nicht aussterben.

Falls Du Dich nicht abmeldest, kannst Du die Speicher in Deinen SolPads auch zu günstigen Zeiten im Netz aufladen. Das klingt jetzt aber nach Externalisierung der Probleme. Hoffen wir, dass der Energieversorger Erneuerbare Energie anbietet. Umgekehrt, bei einem sehr unwahrscheinlichen Blackout, entkoppelt sich flexgrid™ vom Netz und schiebt die Energie dorthin, wo Du sie am nötigsten programmiert hast.

flexgrid inverter

SolPad’s Home’s flexgrid inverter ist für die nahtlose Integration mit eingebauter Batterie konzipiert, um die Abnahme effizient  zu steuern. Ich bin gespannt. Auch was bei Marktreife, der Markt ist zweifellos vorhanden, an Weiterentwicklungen, nicht nur von SolPad, passiert.

SolPad Home Connect

Das SolPad Home Connect System ist ein Interface und hier kann bemerkt werden, dass es zwei SolPad geben wird, ein SolPad für mobile Anwendungen und ein SolPad Home für Dein Dach. Connect ist wie beim SolPad simpel über einfache Stromkabel zu verbinden, die natürlich keine einfachen Stromkabel sind, sondern auch kommunizieren. Die Installation ist einfach. Warum auch nicht?

SolControl

Das nachhaltige Smarthome mit SolPad Home wird durch eine natürlich wieder markenrechtlich geschützte Plattform namens SolControl gemanagt (Mir wird langsam schwindelig wie Allgemeinbegriffe sich schützen lassen). Die, wie schon erwähnt, Hardware und Software für Energiegewinn und -speicherung integriert. Die zentrale Steuereinheit bist Du, mit Deinem Tablet oder Smartphone usw. Du kannst beispielweise entscheiden, ob Dein Partner warm oder kalt duscht oder Dir Dein Kaffee wichtiger ist, spontan. USB-Karten mit drei Anschlüssen sind in jedes SolPad integriert.

SolPad and data security?

Natürlich ist es fragwürdig, warum diese Entwicklung wieder mal aus den USA kommt. Und damit die Personalisierung Deines heimischen Energiekreislaufes zumindest softwareseitig auf jeden Fall ein kleines Sicherheitsleck haben wird. Wahrscheinlich auch die Hardware. Aber die ersten Jailbreaker warten sicher schon gespannt auf neue Herausforderungen.

Kreislauffähig?

Bisher habe ich auch nichts über die Nutzerfreundlichkeit in Bezug auf Zugänglichkeit zu den internen Komponenten gelesen, also wie gut das System zu reparieren ist oder über die Kreislauffähigkeit der einzelnen Materialien bzw. der Komponenten. Aber ich bin optimistisch. Materialien sind austauschbar, Module modular umsetzbar. Und Software und Hardware auf Kommunikationsebene sicher auch zu sichern. Nur eines kann das SolPad vorerst nicht, Dich vor Wahnsinnigen wie Obama, Clinton oder Trump oder Merkel schützen. Aber wer weiß was die Zukunft bringt …

Der PREIS zuguterletzt

Derzeit sucht SunCulture Solar Fertigungspartner für das SolPad und das SolPad Home. Ab Mitte 2017 sollen sie verfügbar sein. Der Preis ist noch nicht bekannt, soll aber bis zu 50 Prozent günstiger als vergleichbare Anlagen sein. Ehrlich gesagt, dagegen ist TESLA ein überholtes Luxusproblem. Es bleibt abzuwarten, was das System wird leisten können, und SunCulture Solar Inc. als Unternehmen. Ich bin gespannt.

Video: PR SunCulture Solar Inc.

 


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