Happy Planet Lebenserwartung Wohlbefinden Ökologischer Fußabdruck

Be Happy. In diesen Zeiten in der die zunehmende Komplexität scheinbar nur durch Populisten verständlich herunter gebrochen werden kann (Ironie off). Und Menschen sich in die Isolation flüchten, ob im eigenen Kopf oder in die eigenen vier Wände oder an der Wahlurne, könntest Du bedenken, dass es viele Möglichkeiten gibt, etwas zu verändern. Nicht durch Gewalt, wie fast immer von Rechten und anderen, gerne verdeckt operierenden konservativen Kräften, sondern durch permanenten gewaltlosen Widerstand. Ghandi’s Leben ist ein inspirierendes Beispiel für Gewaltlosigkeit und sein Tod ein Beispiel für Gewalt. Eine schöne Möglichkeit sich visionär weiterzuentwickeln und den unwillkommenen Mustern der Angst, bzw. auf ihr basierenden schlechten Entscheidungen, zu entkommen, ist der Happy Planet Index.

Der Happy Planet Index

ist eine Alternative zu den populären Indizes wie HDI (Human Development Index) und GDP (Gross Domestic Product), die eine extreme Gewichtung auf ökonomische Kennzahlen und die Industrienationen haben. Und damit oft wie Intelligenzquotienten bestimmte Kulturen, und innerhalb dieser Kulturen nur eine Minorität subjektiv repräsentieren und damit bevorteilen. Und übrigens auch Zerstörung als Wachstumswert einbeziehen. Die Überlegung der Entwickler des Happy Planet Index war die Erkenntnis, dass Menschen glücklich und gesund sein wollen. Klingt wieder mal trivial, aber warum arbeiten wir nicht schon seit Längerem weltweit an der Umsetzung? Glück und Gesundheit korrelieren selten mit Reichtum. Okay, Gesundheit schon. Zu Recht? In den angeblich so reich mit materiellem Wohlstand ausgestatteten Ländern sind die Leute oft gestresst von einer technologischen und finanziellen Entwicklung, die scheinbar nur hektische und für Natur und die meisten Menschen nachteilige Organisation zulässt.

Subjektiv?

Der Happy Planet Index wird als subjektiv kritisiert, da das Wohlbefinden (gelb, siehe unten) nur eine ordinale Skala zur Verfügung stellt, mit der die Menschen ihr persönliches Empfinden beschreiben. Was ich persönlich als absurd empfinde, da ja unsere geradezu extremistische ökonomische Gewichtung auf reinen pekuniären Werten, ausgedrückt also über Geldwerte, ja genau zu unseren sozialen und ökologischen Problemen geführt hat. Und damit selbst subjektiv ist. Kommodifizierung, die Inwertsetzung von allem was definierbar scheint, ist selbst ein höchst subjektives Maß des Kapitalismus. Das alles nur danach bemisst, was es an Geldwert für wen auch immer darstellt. Je mehr Geld auf unserem Planeten verfügbar ist, die Geldschöpfung aus dem Nichts der Zentralbanken, desto mehr muss nach Meinung von Investoren an realen Werten gegenübergestellt werden. Das ist subjektive Gier. Es muss nicht alles Ware sein. Wir können entscheiden, ob wir das möchten.

Ökologischer Fußabdruck nicht angemessen?

Auch der ökologische Fußabdruck wird kritisiert. Aus dem gleichen Grund, denn wenn jemand sich fünf Häuser leisten kann und zehn Autos in der Garage bei ihm stehen, ständig um die Welt fliegt, dann ist sein Fußabdruck natürlich sehr hoch. Und er müsste sich selbst infrage stellen. Denn es drängt sich die allgemeine Frage auf, warum jemand mit viel Geld die Umwelt stärker belasten darf als jemand mit wenig Geld. Und damit z. B. durch ein Auto mit hohem Brennstoffverbrauch meine Gesundheit und unsere Umwelt stärker schädigen darf? Womit klar sein sollte, dass jede Form von nachhaltiger Entwicklung den Kapitalismus als destruktiv darstellt.

Sind Minderheiten repräsentativ?

Ein dritter Kritikpunkt findet sich am World Values Survey. Er umfasst nur eine Minderheit der Nationen der Welt und wird nur alle fünf Jahre durchgeführt. Infolgedessen muss ein Großteil der Daten für den Index aus anderen Quellen stammen oder unter Verwendung von Regressionen geschätzt werden. Darauf darf getrost erwidert werden, wenn 8 Menschen nach unserem heutigen Paradigma mehr als die „untere Hälfte der Welt“ besitzen, sind die dann keine Minderheit? Und dürfen diese „reichen“ Menschen eher entscheiden wie die Ressourcen verbraucht werden, als jemand der weniger als 2 Dollar am Tag zur Verfügung hat, aber sich selbst viel glücklicher schätzt?

Die Erläuterung für den Happy Planet Index:

Wohlbefinden (gelb/Smiley)

Sagt etwas darüber aus, wie zufrieden sich die Menschen in einem Land fühlen. Die Skala ist von 0 bis 10, mit 10 als höchstes Wohlbefinden. Die genutzten Daten stammen vom Gallup World Poll. Einer Plattform, die sich mit der Frage beschäftigt, was die Welt so denkt.

Lebenserwartung (rot/Herz)

Das durchschnittliche Alter, das erwartet werden kann in jedem Staat. Die Daten stammen von den Vereinten Nationen (United Nations).

Ungleichheiten zwischen gelb und rot (schwarz/Waage)

Die Ungleichheiten zwischen den Menschen innerhalb eines Landes, in Bezug darauf, wie lange sie leben, und wie glücklich sie sich fühlen, basierend auf den jeweiligen Verteilungen im Land. Die Ungleichheit wird als Prozentsatz ausgedrückt.

Ökologischer Fußabdruck (grün) 

Die durchschnittlichen Auswirkungen, die jeder Einwohner eines Landes auf die Umwelt hat, basieren auf Daten, die vom Global Footprint Network (GFN) erstellt wurden. Der ökologische Fußabdruck wird in einer standardisierten Einheit ausgedrückt: globale Hektar (gha) pro Person. Der GFN ist ein Think Tank, der Anwendungen und Methoden zur Erfassung von ökologischen Fußabdrücken zur Verfügung stellt, um politische Entscheidungen in einer Welt begrenzter Ressourcen informativ zu unterstützen.

Da ich unsere kognitiven Fähigkeiten für unseren größten Schatz an innovativen Ressourcen halte, bin ich sehr optimistisch, dass wir den aktuellen Rückfall aufs Populistische und Nationale überwinden werden. Denn wir wollen glücklich sein. Nicht ängstlich, nicht panisch und nicht isoliert, als soziale Wesen, Du und auch Dein Gegenüber. Also DON’T WORRY, BE HAPPY.

Bild: HPI


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