Bonussystem Nachhaltiger Konsum Einkauf Bonsum

Bonsum ist ein Unternehmen von Michael Weber, Frederik Betz und Massimiliano Marconmit Gründungsdatum März 2014. Unschwer zu erkennen, setzt sich der Firmenname aus dem französischen Wort „Bon“ für das Gute und „Konsum“ zusammen. Ähnlich wie ehemals ecotastic, wenn auch stärker auf den Konsum zugeschnitten, möchte Bonsum sukzessive nachhaltigen Konsum fördern.

Bonsum Sinn

Das junge Unternehmen aus Berlin setzt es sich zur Aufgabe mit einem Netzwerk von Unternehmen ein Bonussystem für nachhaltigen Konsum schaffen. Und es scheint zu gelingen. Denn zahlreiche Firmen aus dem Social und Green Business beteiligen sich. Mindestens 70 habe ich gezählt, über 100 sind es laut den Gründern. Größtenteils sind viele Pioniere wie velotours und Green Peace Energy, Oxfam oder Waschbär oder jüngere, gut etablierte Unternehmen wie Armed Angels, Polarstern, Upcycling DeLuxe, DerNaturBaumarkt, WunderWerk dabei. Aber so ein Netzwerk ist natürlich gerade für jüngere und kleinere Unternehmen interessant, die sich ihren Vertrieb gerade erst aufbauen und kaum Bekanntheitsgrad besitzen oder weitere Anschubhilfe benötigen wie die Verkaufsplattform fairmondo. Bonsum kooperiert mit Online- wie auch lokalen Plattformen.

Für die Aufnahme ins Bonussystem mit den „Bonets“ für den beim nächsten Einkauf anrechenbaren Rabatt, erfüllt der Partner bestimmte Mindeststandards.  Ob beispielsweise nachhaltig produziert wird, eine entsprechende Zertifizierung vorliegt, faire Arbeitnehmerbedingungen erfüllt werden oder upgecycelt wird.

Was hat der Bonsument davon, außer dem Rabatt? Zunächst überblickt der Prosument, was es für Anbieter alltäglicher und nicht alltäglicher Produkte tatsächlich gibt. Und natürlich unterstützt er in Konkurrenz zu den leider meisten immer noch konventionellen Infrastrukturen die Transformation unserer Gesellschaft hin zu einer etwas gerechteren und ökologisch nachhaltigeren Welt. Der Rabatt kann übrigens gerne gespendet, z. B. bei Oxfam, oder investiert werden, z. B. in Bäume oder bei bettervest.

Zu den Bonsum Kriterien

Die konkreten Kriterien sind Fairness First, Tierisch Gut, Grüne Beschaffung, Sichere Inhaltsstoffe, CO2-Fußabdruck. Die Mindestbewertung wie gut ein Unternehmen aufgestellt ist, erscheint auf den ersten Blick etwas zu niedrig. Allerdings ist es administrativ nicht einfach und auch kostenintensiv, Evaluierungen vorzunehmen. Die Bewertung finde ich deshalb angemessen. Auch wenn Bonsum sich auf die Aussagen der Firmen verlässt. Aber genau darum geht es, Glaubwürdigkeit. Kein Unternehmen, dass kritische und nachhaltig bewusste Kunden ansprechen möchte, kann sich erlauben seine Glaubwürdigkeit zu verlieren. Und wir stehen am Anfang einer neuen Transparenz, trotz oder gerade wegen Trump und der Verlogenheit der meisten Konzerne beispielsweise. Natürlich wünsche ich mir, dass alle beteiligten Firmen maximale Benotungen erreichen, aber dazu benötigen wir eine größere Zahl und ein sich verdichtendes hoch qualitativ arbeitendes Netzwerk von Prosumenten und Social Entrepeneurs um die nötige Infrastruktur aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Und wer selber härtere Kriterien bevorzugt, kann sich ja tiefergehend informieren, ob die mit Bonsum kooperierenden Firmen den eigenen Ansprüchen gerecht werden. Wir wünschen weiter viel Erfolg für Bonsum.

Bild und Video: Bonsum PR


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