ByFusion ist eine modulare Technologieplattform, die viele stark genutzte Thermoplaste in einen Baustoff namens RePlast wandelt. Das ist einmal gut für das immer noch wachsende Plastikproblem und zum anderen eine emissionsärmere Alternative zu Betonbauteilen.

Das Plastikproblem

Fast jeder dürfte im Alltag mit Kunststoffen in Kontakt geraten, ob er will oder nicht. Jedes Jahr werden laut Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Berlin, weltweit jährlich 311 Mio. t Kunststoffe hergestellt – tendenziell steigend. Die Kunststoffe werden zum überwiegenden Teil aus Erdöl hergestellt. Weniger als 10 Prozent werden recycelt und über 12 Millionen Tonnen landen in den Weltmeeren. Im Jahr 2008 lag beispielsweise die Produktion für Polyethylenterephtalat, kurz PET, bei 40 Millionen Tonnen. Trotz zunehmendem Recycling in jüngerer Zeit, wie für Kleidung oder Behälter beispielsweise, erhöhte sich die Produktionsmenge bis 2016 auf 56 Millionen Tonnen. Verkauft wird die Plastikflut von der Industrie weiterhin als Erfolgsstory. Besonders Thermoplaste wie PET, HDPE, LDPE, PS, PP und PVC stellen einen großen Anteil an der Produktion. Und genau die hat ByFusion im Fokus.

Eine Lösung: ByFusion’s RePlast-Blöcke

wurden 2016 zum Sieger der Dive Awards ernannt, als die am meisten disruptive Innovation des Jahres, von Waste Dive, einem Industrie-News-Publisher. Ob das wirklich disruptiv ist, sei dahin gestellt, aber eine gute Idee ist es auf jeden Fall. Denn es gibt leider wirklich keinen Mangel an Plastik im Ozean. Plastik aus Spielzeug, Containern, Hautreinigern, Tüten und Flaschen und andere Dinge füllen die Ozeane in überraschenden Volumen und allen Größenordnungen. Es gibt Regionen, in denen die Zahl der Plastikteile höher ist als die der Planktonlebewesen. Vielleicht hat der eine oder andere schon von den riesigen Müllstrudeln gehört.

Wer unterwegs aufmerksam ist, bemerkt auch hierzulande viel Kunststoffmüll auf Äckern, in Wäldern, Straßengräben und leider auch in von Touristen zum Zwecke der Erholung häufig frequentierten Landschaften. Ich habe schon Autositze im Straßengraben gefunden, Teppiche in Naturschutzgebieten und Staubsauger im Wald. Regelmäßig finde ich Einkaufstüten oder Nahrungsmittelverpackungen beim Durchwandern der Agrarlandschaft. Auch wenn es Scheideverfahren in den Landwirtschaftsmaschinen gibt, so werden diese Kunststoffe doch beim Ernten teils mit den Nahrungsrohstoffen vermischt. Die kürzlich in Angriff genommene Plastiktütenreduktion im Handel spricht ebenfalls vom Handlungsbedarf und wer kennt nicht den traurigen Anblick eines geplatzten Mülleimers an einer Straßenkreuzung. An Möglichkeiten diese Abfälle wieder aus dem Meer zu fischen wird derzeit aktiv gearbeitet.

An Land bedarf eigentlich nur eines bisschen größeren Willens seitens der Politik und Bevölkerung. ByFusion hat jedoch mit den RePlast Bausteinen eine interessante Möglichkeit geschaffen, diesen Abfall auch zu verwerten, mittel- und langfristiger als beispielsweise in Turnschuhen oder Kleidungsstücken. ByFusion-Blöcke sind umweltfreundlicher als Betonblöcke. Die Technologie produziert anpassbare Blöcke aus Kunststoffabfällen in einem Prozess, der 95 % weniger Treibhausgas als Betonblöcke emittiert. Sie benötigt keine Klebstoffe und die Bauteile isolieren stark, je nachdem wie der Kunde es wünscht. 

Containerfähig

Das Konzept selbst ist ziemlich simpel. Kunststoff-Müll gesammelt, wird in stabile Bauqualität Blöcke namens RePlast mittels ByFusion patentiertem Prozess komprimiert. Es klingt einfach, aber einen wichtigen Aspekt habe ich bisher verschwiegen. Die Kompressionsausrüstung ist klein, beweglich genug, um in einen Container zu passen. Die Anlagen sind mit Treibstoff oder elektrisch zu betreiben. Und im Gegensatz zum konventionellen Recycling arbeitet das RePlast-Verfahren mit allen Arten von Kunststoffen ohne Sortierung oder Waschen. Die Steine können leicht gestapelt und auf vertikale Bewehrungsstäbe geschoben werden, und dann mit Deckstoffen belegt werden. Das ist ein unschlagbarer Vorteil, weil gerade in Ländern mit mangelnder Recyclinginfrastruktur können so Plastikabfälle in Baustoffe verwandelt werden.

Einwände?

Natürlich kann wie bei jedem Recyclingprozess nur von einer Übergangslösung gesprochen werden, da gerade das Problem falscher Verwendung fossiler Rohstoffe und auch die Probleme in den Nahrungsketten der durch Abrieb entstehenden Mikropartikel bestehen bleiben. Und natürlich kann man auch sagen, dass Thermoplaste teils wie Giftschwämme wirken. Das Plastik wird jedoch gereinigt und die einzelnen Teile in der Umwelt verteilt sind logischerweise noch weniger kontrollierbar und kontaminieren durch Abrasion noch kleinteiliger unsere Stoffströme auf dem Planeten, auch mit von ihnen aufgenommen Giftstoffen.

ByFusion in Kürze:

  • Plastikrecycling in Bausteine
  • 100 % modular.
  • In geschlossenen Transportbehältern und vollständig transportabel.
  • Mit Treibstoff oder Elektrizität zu betreiben.
  • 95 % weniger CO2 als Beton.
  • Wasserrecyclingzyklus: Dampf zum Reinigen und Sterilisieren.
  • Kundengerecht ist eine Dichte definierte Produktion möglich.
  • Arbeitet mit 7 Arten von häufigen Thermoplasten.

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