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		<title>Bleed Organic Clothing</title>
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		<pubDate>Wed, 22 May 2013 10:56:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
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		<category><![CDATA[Bleed Organic Clothing]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Bleed Organic Clothing ist eine Green Fashion Firma aus Helmbrechts. Helmbrechts ist das Tor zum Frankenwald, liegt also in Oberfranken. Die Bleed Organic Clothing Leute fertigen für Skater, Mountainbiker, Surfer und Snowboarder Kleidung, die die Umwelt weniger bluten lässt. Entsprechend haben sie den Namen gewählt &#8220;Bleed&#8221;. Bleed verwendet Bio-Baumwolle, vermeidet also Chemiecocktails, lässt von Hand [...]</p><p>The post <a href="http://greendelicious.de/2013/05/bleed-organic-clothing/">Bleed Organic Clothing</a> appeared first on <a href="http://greendelicious.de">GREENDELICIOUS</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><a href="http://greendelicious.de/wp-content/uploads/2013/05/m428b3.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-6768" alt="m428b3" src="http://greendelicious.de/wp-content/uploads/2013/05/m428b3.jpg" width="459" height="301" /></a></p>
<p style="text-align: justify">Bleed Organic Clothing ist eine Green Fashion Firma aus Helmbrechts. Helmbrechts ist das Tor zum Frankenwald, liegt also in Oberfranken. Die Bleed Organic Clothing Leute fertigen für Skater, Mountainbiker, Surfer und Snowboarder Kleidung, die die Umwelt weniger bluten lässt. Entsprechend haben sie den Namen gewählt &#8220;Bleed&#8221;.</p>
<p style="text-align: justify"><span id="more-6763"></span></p>
<p style="text-align: justify">Bleed verwendet Bio-Baumwolle, vermeidet also Chemiecocktails, lässt von Hand pflücken und Kinder haben auch nichts auf dem Feld zu suchen.</p>
<p style="text-align: justify">Hanf nutzt Bleed ebenfalls, und weil Hanf eine der Superfasern ist, freut mich das ganz besonders. Denn Hanf ist allergikerfreundlich, genügsam im Anbau, reduziert also unseren chemischen Abdruck und ist extrem strapazierfähig. Also wer an gute Hanftextilien kommt, kauft diese Alternative, wenn wir schon kaufen müssen.</p>
<p style="text-align: justify">Bei Tencel, einer weiteren Faser bin ich noch unschlüssig, ob sie so gut für die Nutzung ist, wenn Eukalyptus als Rohstoff genutzt wird. Ich kenne das Lenzinger Werk in Österreich und war beeindruckt vom technischen Prozesskreislauf. Es ist ein technisch abgeriegelter Kreislauf, der wirklich ökologisch Klasse ist, weil das Lösungsmittel (NMMO = N-Methylmorpholin-N-Oxid) sehr gut zurückgewonnen werden kann. Allerdings ist die Verwendung von Eukalyptus für mich ein fragwürdiges Konzept. Eukalyptus wird nämlich massiv in den Subtropen oder Tropen angebaut, oft als Neophyt. D.h., die Pflanze steht in Plantagen, z.B. in Chile oder Brasilien oder Südafrika. Dort können kaum andere Arten, die nativ in Südamerika/Afrika sind mit diesen Pflanzen interagieren. Sie werden auch deshalb <a href="http://www.pro-regenwald.de/hg_papier">grüne Wüsten</a> genannt. Vorher verschwinden natürlich die anderen Wälder. Außerdem ziehen die Eukalyptusbäume sehr viel Wasser aus dem Boden, was die gesamte Mikrobiologie und Hydrologie der Böden massiv verändert bzw. schädigt. Aus meinem Studium weiß ich, dass es auch andere Holzarten gibt, wie z.B. Buche oder Esche, die genutzt werden können. Als einheimische Arten finde ich, sind sie besser geeignet, auch für die Vermeidung von CO2-Emissionen.</p>
<p style="text-align: justify">Recycelte Polyester werden ebenfalls in Form von Sympatex verwendet. Die dafür verwendeten Polyetherester sind biologisch abbaubar und daher umweltfreundlich. Dabei ist die Vermeidung von Fluoranteilen wie z.B. bei Gore-Tex eine großartige Sache. PTFE (Polytetrafluorethylen) steht im Verdacht durch Bioakkumulation kanzerogen zu wirken.</p>
<p style="text-align: justify">Kork wird ebenfalls genutzt und ist zumindest in Maßen umweltfreundlich, denn die Korkeichen in Portugal und Spanien werden nicht gefällt, sondern nur alle 7 bis 8 Jahre vom sogenannten Phellogen &#8220;befreit&#8221;, das dann wieder neu gebildet wird.</p>
<p style="text-align: justify">Weitere positive Charakteristika von Bleed Organic Clothing sind die vegane Produktion und die schwermetallfreie Färbung der Textilien. Melange wird mit zwei Biobaumwollfasern generiert und treibt die Kosten, aber reduziert den petrochemischen Anteil durch vermiedene Kunststofffasern.</p>
<p style="text-align: justify">Bis auf die Sache mit dem Eukalyptus finde ich Bleed Organic Clothing sehr gut aufgestellt für eine umweltfreundliche Zukunft.</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://greendelicious.de/wp-content/uploads/2013/05/m428b1.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-6769" alt="m428b1" src="http://greendelicious.de/wp-content/uploads/2013/05/m428b1.jpg" width="293" height="360" /></a></p>
<p style="text-align: justify">Freundlicherweise hat Bleed mir eine Jacke, eine Softshell mit Sympatex, zum Testen zur Verfügung gestellt. Zuerst habe ich eine falsche Größe bekommen, was aber an mir lag. Als die richtige Größe kam, habe ich natürlich sofort die Jacke aus 15% Hanf und 85% recyceltem Polyester angezogen und war etwas enttäuscht. Die Jacke war vom ersten Eindruck etwas zu lang. Deshalb habe ich es etwas heraus gezögert, sie zu tragen. Jetzt, wo das Wetter etwas wärmer ist, habe ich sie gewaschen und öfter angezogen. Meine Vorurteile haben sich nicht bestätigt. Sie trägt sich sehr angenehm, und wenn ich keine Strickjacke in Reichweite habe, ziehe ich sie auch schon mal in der Wohnung vor dem Computer an, wie jetzt gerade. Der Tragekomfort ist gerade durch den etwas längeren Schnitt erstklassig. Man fühlt sich wie in einem Kokon, der trotzdem den Kontakt zur Umwelt zulässt. Und durch die etwas längere Schnittform ist man z.B. beim Biken gut über die Hüften geschützt. Und mit anderen Wettbewerbern kann die Jacke in puncto Optik und Qualität locker mithalten.</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://greendelicious.de/wp-content/uploads/2013/05/m428bap.jpg"><img class="wp-image-6770" alt="m428bap" src="http://greendelicious.de/wp-content/uploads/2013/05/m428bap.jpg" width="432" height="540" /></a></p>
<p style="text-align: justify">Auch bei Bleed Organic Clothing sind die Preise ähnlich wie bei konventionellen Herstellern oder liegen leicht darüber bzw. darunter. Allerdings bin ich gerne bereit, Engagement für die Umwelt und damit ökologische Nachhaltigkeit entsprechend zu unterstützen. Mein Urteil: Empfehlenswert und weiter so  <a href="http://www.bleed-clothing.com/">Bleed Organic Clothing</a> Team.</p>
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		<title>Kaufen für die Müllhalde &#8211; Das Prinzip der geplanten Obsoleszenz</title>
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		<pubDate>Tue, 21 May 2013 08:46:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Lektüre]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie und Taktik]]></category>
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		<category><![CDATA[Buchempfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Das Prinzip der geplanten Obsoleszenz]]></category>
		<category><![CDATA[Kaufen für die Müllhalde]]></category>

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				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><a href="http://greendelicious.de/wp-content/uploads/2013/05/cover_obsoleszenz_gro.jpg"><img class="size-full wp-image-6733 aligncenter" alt="cover_obsoleszenz_gro" src="http://greendelicious.de/wp-content/uploads/2013/05/cover_obsoleszenz_gro.jpg" width="297" height="395" /></a></p>
<p style="text-align: justify">Kürzlich habe ich den Werkzeugkasten aufgeräumt und ca. 25 Inbusschlüssel, auch Innensechskant genannt, gefunden. Obwohl ich keinen zusätzlich brauche, bekomme ich jedes Mal, wenn ich einen Schrank oder ein Regal kaufe, wieder einen neuen. Das ist psychologische Obsoleszenz, gepaart mit privilegiertem Zugang zu Ressourcen bestimmter Bevölkerungsanteile der globalen Gesellschaft. Wo bleiben all die Inbusschlüssel? Ich habe meine wieder mitgenommen und bei dem entsprechenden Unternehmen abgeliefert. Ich brauche nur einen Satz und auch den nicht aus der Packung des betreffenden Produktes. Das ist psychologische Obsoleszenz, denn der Käufer bekommt den Eindruck vermittelt, der Innensechskant sei nichts wert. Entsprechend unachtsam geht man damit um.</p>
<p style="text-align: justify"><span id="more-6730"></span></p>
<p style="text-align: justify">In der DDR oder auch heutigen, sogenannten Entwicklungsländern, hat man und wird nichts weggeworfen, da wurde und wird alles aufbewahrt, weil Mangel herrschte und herrscht an bestimmten Dingen. Das DDR-Modell wurde als Planwirtschaft beschimpft. Heute wird alles im schnellen Produktzyklus betrachtet. Es wird geplant, wie lange eine Produkt halten kann oder soll. Das ist auch Planwirtschaft. Entwertende Planwirtschaft, denn ein Überangebot an Waren, die wir nicht brauchen, zu einem Preis, der nicht den Schaden in der Umwelt widerspiegelt, den er anrichtet, erzeugt geplant durch Marketing, PR, Werbung und Finanzindustrie immer neue Bedürfnisse, die alte, oft noch nützliche Dinge, psychologisch entwertet, um einen neuen Kaufreiz auszulösen.</p>
<p style="text-align: justify">Joachim Deuß  und Cosima Dannoritzer greifen die Thematik des gleichnamigen Films &#8220;Kaufen für die Müllhalde&#8221; von Frau Dannoritzer mit dem Buch noch einmal auf. Wir konsumieren mehr als 26-mal so viel wie zu Zeiten von Karl Marx. Wir haben in Mitteleuropa durchschnittlich 10000 Gegenstände im Haushalt. Wir kaufen und produzieren uns und unsere Umwelt kaputt. Wir unterliegen funktioneller Obsoleszenz, die Google Datenbrille wird ersetzt durch Datenkontaktlinse, psychologischer Obsoleszenz, die Datenbrille ist dann Oldschool und wird durch die nun gehypten Datenkontaktlinsen ersetzt. Allgemeiner, Neoliberale und Wachstumsapologeten reden über ThinkTanks anderen Interessengruppen allen ein, wir brauchen weiter Wachstum, das wiederum angeblich nur über Konsum generiert werden kann. Die dritte Form, qualitative Obsoleszenz ist, wenn in die Datenbrille Sollbruchstellen eingebaut werden oder Software, die regelmäßig upgedatet werden muss, damit sie weiter funktioniert. Nuancieren kann man das Ganze noch feiner, z.B. die psychologische Obsoleszenz in durch Überfluss erzeugte Obsoleszenz, durch sozialen Druck erzeugte oder durch ästhetisch erzeugte Obsoleszenz. Sie ist mit Abstand das Schwergewicht, denn wenn etwas absichtliche mit Sollbruchstellen ausgestattet wird, kaufen wir es irgendwann nicht mehr. Wenn etwas noch funktioniert, wird der Nutzer normal keinen Anreiz haben ein Substitut zu erwerben. Also muss es ihm eingeredet werden.</p>
<p style="text-align: justify">Männer hängen ja oft an alten T-Shirts, Jacken oder anderen Kleidungsstücken. Auch ich störe mich nicht an belanglosen Schäden. Aber stören sich andere daran? Diejenigen, die sich daran gewöhnt haben, dass billig bei H&amp;M, Zara oder Zalando scheinbar vermeintlich für das Überleben notwendige, aktuelle Kollektionen zu bekommen sind, schauen sicher irritiert, wenn ich oder andere Zeitgenossen mit optisch leicht lädierter, aber funktionell einwandfreier Kleidung auftauchen. Man wird vielleicht sogar mitleidig betrachtet. Es sei denn, man kauft von vornherein künstlich erzeugten Vintagelook, am besten mit grünem Siegel. Das ist so cool. Meine Frau hat sich jetzt öfter bei alten Kleidungsstücken durchgesetzt und ich habe sie durch neue ersetzen dürfen. Das nennt man über sozialen Druck erzeugte Obsoleszenz. Wäre auch doof, wenn man heute noch einen alten Ford T fahren könnte, der nur auf E-Betrieb umgerüstet wird oder per Tretkurbel angetrieben wird. Oder wo kommen wir da hin, wenn das Handy keinen Farbdisplay hat.</p>
<p style="text-align: justify">Ich bin öfter mal auf dem Flohmarkt. Und dort kaufe ich kaum etwas, denn die meisten Dinge sind schon nach 1950 hergestellt, d.h., meistens ist es keine gute Qualität mehr. In der Stellmacherei unserer LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) gab es eine Abrichte, einen Dickenhobel und eine Fräse, die waren vor dem Ersten Weltkrieg hergestellt worden und es wurde immer noch damit gearbeitet. Sicher, die Sicherheitsaspekte sind vielleicht suboptimal zu sehen, aber ich weiß von zwei Ex-Kommilitonen, die in der Tischlerei gearbeitet haben und auch Teile von Fingern verloren haben, wie auch der alte Tischler in der LPG. Aber offensichtlich bieten die neuen Fräsen, immer noch Gelegenheit sich zu verletzen. Da nützen all die tollen Accessoires, die ich vor zwei Wochen auf der Ligna gesehen habe nichts. Vielleicht haben die Ex-Kommilitonen aber auch Sicherheitsvorschriften verletzt. Ich weiß es nicht. Aber jeder Handwerker der alle Hände vollständig hat, ist schließlich auch ein vollwertiger Konsument. Vielleicht liegt auch daran, dass die Produktivität zu hoch ist oder wir ganz viel erleben wollen, in möglichst kurzer Zeit. Dann ist die Informationsdichte u. U. zu hoch und es passieren Unfälle. Das denke ich oft, wenn ich mit dem Rad unterwegs bin und von Autos als geplant obsoleszent angesehen werde. Ich versuche mir das mal vorzustellen.</p>
<p style="text-align: justify">Man kann ja schnell noch zum Laden X, um zu Pfingsten Produkt Z und A zu kaufen, schließlich braucht man es dringend zur Ablenkung von was auch immer. Also rein ins Auto und schnell mal in zweiter Reihe oder auf dem Radweg geparkt. Mir ist nämlich eingefallen, ich muss auch noch zum Bäcker, das alte Brot schmeckt ja nicht mehr und ein Teil des Obstes und Gemüses ist auch schon im Kühlschrank vergammelt, weil ich keine Zeit habe, es mir im Alltag zuzubereiten. Ja, die Milch ist auch schon überfällig und ist das nicht Magazin X, dass meine Frau so gerne liest, weil dort immer die neuesten Trends gezeigt werden. Na ja das Cover sieht genauso aus wie die Zeitschrift daneben, aber egal, Hauptsache man ist dabei und kann mitreden. Also rein damit in den Korb. So jetzt noch schnell in den Blumenladen und etwas Blumenerde aus dem ökologisch wertvollen Torfmoor besorgt und einen Strauß kenianischer Blumen für meine Partnerin, obwohl neulich habe ich was über virtuelles Wasser gehört und die damit einhergehende Zerstörung afrikanischer Fauna und Flora in Seen. Ach ich habe es eilig, jetzt aber her damit und weiter. Verdammt, ich wollte noch neue Druckerpatronen kaufen, die sind auch ständig leer. Ich wunder mich immer, warum der Drucker ständig so lange braucht, bis er anfängt zu drucken. Muss wohl mal ein neuer her, der macht es nicht schnell genug oder ist nicht einfach mehr auf der technologischen Höhe.</p>
<p style="text-align: justify">Sch&#8230;, Sch&#8230;, Scheiße, was ist denn das? Wo ist mein Navi und mein Autoradio? Das ist ja dreist, da klauen mir die am helllichten Tag, mitten auf der Straße (Parken in 2. Reihe), meine ganze technische Sensorik und Infotainment. Ist alles modular aufgebaut, also gut schnell ausbaubar und die Software ist ja schnell geknackt, abgesehen von der Alarmanlage, die hätte doch&#8230;? &#8220;Hallo Schatz, ich komme später, unser X9 wurde aufgebrochen und das Navi und das Radio fehlen, ich fahr noch mal in die Werkstatt. Kannst du schon alles einpacken, was wir so für die nächsten 2 Tage brauchen? Super bis gleich, ich beeile mich.</p>
<p style="text-align: justify">Verflucht, da erzählt mir der Werkstattleiter, dass es nichts vor Mitte nächster Woche wird. Das kann doch nicht so schwer sein, einfach ein Navigationsgerät und ein Radio nebst Konsole mal fix einzubauen. Gottseidank haben wir noch den X8, obwohl es ja schon eng wird, mit drei Personen für drei Tage im Pfingsturlaub. &#8220;Hallo Schatz, ich muss mit dem Taxi kommen, das Auto bleibt in der Werkstatt, wir müssen Deinen Wagen nehmen, ich bin in einer halben Stunde da. Bis gleich. Was? Windeln brauchen noch, Papertowels und Kleenex, ja gut, ich brauche sowieso noch Rasierklingen, dann bin ich in einer 3/4 Stunde Zuhause. Ja, kein Problem, dann kommen wir eben erst gegen 22 Uhr im Hotel an. Windeln machen über 20% des Mülls in Deponien aus, wieder mal die funktionelle Obsoleszenz. Warum sich mit Waschvollautomaten quälen, wenn man aus den Augen aus dem Sinn spielen kann? Was, das kann nur ein Mann sagen? Warum? Wer hat die Waschmaschine erfunden? Männer. Liegt hier ein Problem in der Wertschätzung komplementär notwendiger, in der öffentlichen Wahrnehmung nicht oft ankommender Hausarbeit durch den Partner vor? Gibt es eine psychologische Obsoleszenz für bestimmte Bevölkerungsanteile? Wenn man arbeitslos ist, dann ist man exkludiert, weil man kein vollwertiger Konsument mehr ist. Aber dafür gibt es Lösungen, man verkleinert die Packungsgröße und verdient relativ noch mehr an den vorläufig Aussortierten. Zwangsläufig muss dann der Absatz auf andere Märkte ausgeweitet werden, damit die Firma weiter wachsen kann. Je schneller und aggressiver desto besser. Wo kommen wir denn dahin, wenn nicht gewachsen wird. Moment mal, ist wachsen nicht ein biologisches Phänomen? Oder doch ein Wirtschaftliches? Ich bin verwirrt oder doch nicht. Die Ressourcen sind biologischen Ursprungs, aber die Wirtschaftstheorie ist naturwissenschaftlich nicht daran gekoppelt? Gott sei Dank gibt es Monsanto, Syngenta und BASF, Pioneer Hi Bred usw, die Samen/Pflanzen/Organismen entwerten, psychologisch und funktionell sowie qualitativ. Was, diese Pflanze funktioniert nur mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Glyphosat">Glyphosat</a>, Blödsinn diese Pflanzen funktionieren nicht mit Glyphosat, weil sie nicht von uns genetisch verändert wurde. Was die Natur sich dabei nur gedacht hat? Heute schon ihr Genom getestet, auf psychologische Obsoleszenz? Kauft Gentests und minimiert Euer Risiko mit Nahrungsergänzungsmitteln und im Fitnessstudio. Dann könnt Ihr 140 Jahre alt werden, aber nichts dabei mitbekommen, vor lauter Kauferei.</p>
<p style="text-align: justify">Das Buch ist das bisher beste, was ich von Orange Press gelesen habe. Denn es zeigt, woher unsere Leiden kommen bzw. ob wir unserer Leiden überhaupt gewahr werden möchten. Leider ist es etwas teuer, aber wir können es ja untereinander ausleihen, tauschen, darüber erzählen und uns über die geplante Obsoleszenz oder die Obsoleszenz allgemein ärgern, austauschen und gemeinsam Lösungen aus dem Dilemma suchen.</p>
<pre style="text-align: justify"><a href="http://www.orange-press.com/programm/alle-titel/kaufen-fuer-die-muellhalde.html"><span class="Apple-style-span" style="font-size: 20px;font-weight: bold"><strong>Kaufen für die Müllhalde</strong></span>
</a></pre>
<pre><strong>Das Prinzip der Geplanten Obsoleszenz
</strong><strong> 
von Jürgen Reuß und Cosima Dannoritzer 
15 x 20 cm, 224 Seiten, Fadenheftung, broschiert € 20,- (D),
€ 20,60 (A), SFr 27,50 (CH), ISBN 978-3-936086-66-9</strong></pre>
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		<title>Überwachungssoftware, Regierungen und kaputte Umwelt?</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Apr 2013 15:22:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Asoziales]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltzerstörung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Überwachungssoftware  Manche Firmen entwickeln auch für Autokraten oder ähnliche restriktive Machtansprüche geltend machende Gruppen Software zur Kontrolle der strategischen Schnittstellen des Internets/WWW eines Landes mit dem Ausland. Das ermöglicht ein schnelles taktisches Abschneiden der Kommunikation der Bevölkerung mit dem Rest der Welt, falls es überhaupt global kommunizieren darf. Wenn man militärisch die Grenzen dichtmacht, hat [...]</p><p>The post <a href="http://greendelicious.de/2013/04/uberwachungssoftware-regierungen-und-kaputte-umwelt/">Überwachungssoftware, Regierungen und kaputte Umwelt?</a> appeared first on <a href="http://greendelicious.de">GREENDELICIOUS</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="color: #ffffff;">Überwachungssoftware </span></p>
<p style="text-align: justify;">Manche Firmen entwickeln auch für Autokraten oder ähnliche restriktive Machtansprüche geltend machende Gruppen Software zur Kontrolle der strategischen Schnittstellen des Internets/WWW eines Landes mit dem Ausland. Das ermöglicht ein schnelles taktisches Abschneiden der Kommunikation der Bevölkerung mit dem Rest der Welt, falls es überhaupt global kommunizieren darf. Wenn man militärisch die Grenzen dichtmacht, hat man erstmal die Hoheitskontrolle über die Medien und kann sich seine Wahrheit basteln. Aber Gaddafi ist tot, Ben Ali droht die Todesstrafe, Mubarak möchte sich für nicht verhandlungsfähig erklären lassen und Assad bekämpft die syrische Bevölkerung, China, Iran, Burma u.a versuchen relativ erfolgreich, den Zugang zu Informationen für die eigene Bevölkerung einzuschränken. Das alles sind Ausprägungen von zentralistischem Verständnis von Macht und dem Zugang zu Ressourcen. Der Zugang zu Ressourcen bestimmt mit wie andere Ressourcen, auch freie Güter genannt, also die Umwelt degradiert werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-6504"></span>Diesen Software-Firmen ist es vielleicht nicht egal, was sie damit ermöglichen, aber die Ausreden sind oft so schnell widerlegt, wie sie ausgesprochen sind, denn es ist ihr Tagesgeschäft und Geschäftsmodell. Es geht um Profit für beide Seiten, Diktator/Vetternclan/Oligarchie/Regierung kontrollieren die Bevölkerung, die Softwarehersteller ihre Konten. Ich weiß nicht immer, wie Zensur aussehen kann, aber auch bei uns gibt es Problem mit freier Information, damit meine ich Information, deren Grenzkosten zur Verteilung verschwindend gering sind, aber nicht frei zugänglich sind (Obwohl sie aus Steuergeldern generiert wurden.). Dabei ist mir die thermodynamische Komponente bewusst, wird hier aber vernachlässigt. Denn ich sehe primär die multilokale Devastation natürlicher Ressourcen durch zentralistische Machtstrukturen als größere Bedrohung. Und dass, weil die Entropie in lange erprobten Systemen, e.g. Ökosysteme oder regionale/lokale persistente Subsistenzwirtschaften, langsamer zunimmt als in großen anthropozänen Strukturen. Unsere Gesellschaft ist von Verdrängung/Vernichtung von biologischer Information gekennzeichnet. Kurz, bei weniger zentral gesteuerten Abhängigkeiten wird weniger prähistorisch generierte biologische Information zerstört und weniger Treibhausgas freigesetzt. Die sich sonst wie oben eingangs genannt auch in sozialen Spannungen äußern.</p>
<p style="text-align: justify;">Deshalb empfinde ich es als elementar, Firmen wie der GammaGroup und Trovicor, Herstellern von komplexer Überwachungssoftware entgegenzutreten. Diese Firmen bieten großräumige Kontrolle von IT-Netzwerken an. In Zeiten, in denen wir uns auf dem Weg in eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Noosphäre">Noosphäre</a> befinden, sollten alle genau überlegen, ob sie sich nicht für Internetkontrolle bzw. der Kontrolle von dezentralen Netzwerken interessieren. Gerade der Fall des Kaufes von <a href="http://sashland.de/portal/2013/03/25/piratenpartei-zeigt-bka-wegen-kauf-von-spahsoftware-finfisher-an/">Überwachungssoftware durch den BND</a> zeigt, auf welchen Pfaden wir wandeln bzw. unsere Regierung zu wandeln gedenkt. Alternativ kann ich natürlich auch vermuten, die Abgeordneten bzw. Verantwortlichen in den entsprechenden Gremien sind ahnungslos oder geben es vor. Insofern habe ich einmal ein paar interessante Links zu dem Thema angefügt. Die vorgestellten Seiten beschäftigen sich nicht mit grünen Themen, da sie andere Schwerpunkte legen, wie Menschenrechte, Zugang und Beschränkung zu persönlichen Informationen oder einfach progressive Technologien äußerst interessant finden. Und es ist natürlich auch klar, dass viele Faktoren eine Rolle spielen, aber das Überwachungssoftware nicht unwesentlich zum Aufrechterhalten der bedauernswerten Situation in vielen Staaten beiträgt, ist ebenso klar.</p>
<p style="text-align: justify;">Der CCC oder Chaos Computer Club ist eine renommierte Institution, deren Wurzeln bis in die beginnenden 1980er zurückreichen. Ich habe zum ersten Mal durch &#8220;Hacker für Moskau&#8221; von dem CCC erfahren. Der <a href="http://www.ccc.de/de/club">CCC</a> philosophiert über, bastelt mit und berät zu den meisten IT-Themen, die unser Zusammenleben betreffen. Teilweise demonstrieren die Mitglieder in Aktionen, wie durchlässig IT für gezielte Angriffe von Dritten ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Der <a href="http://www.gulli.com/">Gulli </a>, der unabhängige IT- und Tech-Kanal, informiert über Aktuelles aus dem namensgebenden Bereich und über Spiele. Ich schaue selbst bei kritischen Themen immer mal gerne dort hinein, man findet nützlich Tipps zur eigenen Sicherheit, interessante Tools oder kann sich anmelden und mit anderen Interessierten in Foren diskutieren und Interessierte gibt es reichlich. Oft ist es die Abkürzung für Probleme, zu denen man sonst sehr viel lesen müsste. Das Lesen bleibt einem auch hier nicht erspart, aber oft ist so der Weg zur Lösung schon skizziert.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.internetfreedom.org/Products-and-Services">Global Internet Freedom Consortium</a> ist eine Organisation von mehreren Sozietäten gegründet, die sich für freie, verbindende und sozial stärkende Elemente innerhalb des Internets einsetzen und für den Zugang zu Informationen nebst sozialer Interaktion in autokratisch regierten Staaten engagieren. Dazu bieten sie freie Software an, um gegen Beobachtung, Einschränkungen und Repressionen von wem auch immer geschützt zu sein.</p>
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		<title>OpenChrom® - Fluide Softwarebundles für effizientere LIMS</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 15:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[OpenChrom]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>In Zeiten positiver Aufbruchstimmung in eine grünere Zukunft sind Chemielabore, die sich mit den Eigenschaften und der Unbedenklichkeit nicht nur in der Umweltanalytik beschäftigen unausweichlich und werden mehr und mehr Legion in jeder betroffenen Disziplin. Entsprechend wird auch mehr und gründlicher in unserer Umwelt beprobt werden. Diese Proben müssen aufbereitet, analysiert und ausgewertet werden. Das [...]</p><p>The post <a href="http://greendelicious.de/2013/04/openchrom/">OpenChrom®</a> appeared first on <a href="http://greendelicious.de">GREENDELICIOUS</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://greendelicious.de/wp-content/uploads/2013/04/Bildschirmfoto-2013-04-24-um-16.53.57.gif"><img class="aligncenter  wp-image-6671" alt="Bildschirmfoto 2013-04-24 um 16.53.57" src="http://greendelicious.de/wp-content/uploads/2013/04/Bildschirmfoto-2013-04-24-um-16.53.57.gif" width="542" height="137" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">In Zeiten positiver Aufbruchstimmung in eine grünere Zukunft sind Chemielabore, die sich mit den Eigenschaften und der Unbedenklichkeit nicht nur in der Umweltanalytik beschäftigen unausweichlich und werden mehr und mehr Legion in jeder betroffenen Disziplin. Entsprechend wird auch mehr und gründlicher in unserer Umwelt beprobt werden. Diese Proben müssen aufbereitet, analysiert und ausgewertet werden. Das beschäftigt mich natürlich, da wir schnell viele und gute Umweltanalysen bzw. Materialgutachten benötigen. Behilflich sein können uns dabei harmonisch arbeitende Softwarepakete auf Open-Source-Basis. Hersteller von Laborhardware versuchen sich natürlich mit ihren Produktlinien einzukapseln, aber das ist Oldschool.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-6613"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Und durch einen Freund hatte ich kürzlich das Vergnügen wieder auf Holzwirte, die sich intensiv mit Holzchemie und Labortechnik auseinandersetzen, zu treffen. Dr. Philip Wenig, Andreas Klingberg und Max Schäfer haben dazu ein wichtiges Projekt OpenChrom, das auf den innovativen Arbeiten von Philip Wenig beruht, seit Anfang des Jahres in der organischen Chemie der Universität Hamburg angestoßen. Aufgrund der Prämierung von OpenChrom® mit dem <a href="http://www.thomas-krenn.com/de/wiki/Thomas_Krenn_Open_Source_Förderung_2010">Thomas Krenn Open-Source-Award </a>2010 und dem <a href="http://www.heise.de/developer/meldung/EclipseCon-Eclipse-Community-Awards-mit-deutschen-Gewinnern-1210528.html">EclipseCon Community Award 2011</a> für die beste RCP (Rich Client Platform) Anwendung darf man gespannt sein, wie sich das Projekt entwickelt. Ich gehe aufgrund eines natürlich immer größer werdenden Bedarfs von chemischen Analysen, nicht nur für unsere Umwelt und unsere Gesundheit davon aus, dass bald eine adaptive Radiation von OpenChrom® stattfindet.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Grundidee beruht auf schlechten bzw. aufwendig zu bearbeitetenden Schnittstellen zwischen Anwendungen der Laborsoftware für Chromatographen, Massenspektrometern und anderen analytischen Geräten. Die Probleme betreffen damit Datenmanagement, Datenanalyse und Datenauswertung, also allgemein das LIMS (Laborinformationssystem).</p>
<p style="text-align: justify;">Mit OpenChrom® möchten die drei Projektmitarbeiter, Programmierer mit chemischen Kenntnissen einladen, durch intensive Nutzung und Erweiterung z.B.mit Plugins, die qualitative Kapazität auszubauen und auf andere Technologien auszuweiten. Die Software ist dazu als Open-Source-System entwickelt und kann unter <a href="http://www.openchrom.net">http://www.openchrom.net</a> heruntergeladen werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Alle gängigen Betriebssysteme werden bedient. Einen Schwerpunkt stellt die Massenspektrometrie dar. An der Unterstützung für weitere Detektoren wird gearbeitet. Statistikplattformen wie R oder andere Open-Source-Software können verknüpft werden. Logisch das eine Datenbank wie die MS Bibliothek NIST (National Institute of Standards and Technology) integriert ist. Drei Plugins erlauben den Aufbau eigener Datenbanken. Für den Im- und Export werden verschiedene Datenformate unterstützt. Wer also Verwendung für OpenCrom® hat, programmiert und keine Lust hat einen Haufen Geld für trotzdem nicht immer harmonische arbeitende API auszugeben, der sollte einen Download wagen.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich sind Herr Wenig und Herr Klingberg als promovierte Chemiker und Herr Schäfer als Systemadministrator gerne auch als Dienstleister behilflich, u.a. bei technischer Beratung, speziellen Daten, Methodenentwicklung, Potenzialbewertung von Daten und natürlich der Integration und Optimierung von OpenChrom®.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer es eilig hat und eine lieber eine Direttissima bevorzugt, kann bei OpenChrom anrufen unter 040/42838-3140.</p>
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		<title>Garou &#8211; ein Schaf-Thriller von Leonie Swann - Miss Maple, Mopple und Co sind wieder am Ermitteln</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 16:42:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Art der Woche]]></category>
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		<category><![CDATA[Buchempfehlung]]></category>
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		<category><![CDATA[Leonie Swann]]></category>
		<category><![CDATA[Schaf-Thriller]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Zur Abwechslung stellen wir mal einen Garou vor. Nachdem ich von meiner Frau &#8220;Glennkill&#8221; von Leonie Swann empfohlen bekommen und gelesen habe, denn meine Frau liebt Schafe, glücklicherweise. Am Karfreitag bin bei meinen Eltern in der Hausbibliothek erneut fündig geworden. &#8220;Garou&#8221; ist das zweite Buch über neugierige und vom Gras besessene Schafe, die sich bemerkenswert [...]</p><p>The post <a href="http://greendelicious.de/2013/04/garou-ein-schaf-thriller-von-leonie-swann/">Garou &#8211; ein Schaf-Thriller von Leonie Swann</a> appeared first on <a href="http://greendelicious.de">GREENDELICIOUS</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://greendelicious.de/wp-content/uploads/2013/04/Swann_LGarou_94811_300dpi1.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-6619" alt="Garou von Leonie Swann" src="http://greendelicious.de/wp-content/uploads/2013/04/Swann_LGarou_94811_300dpi1.jpg" width="290" height="461" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Zur Abwechslung stellen wir mal einen Garou vor. Nachdem ich von meiner Frau &#8220;Glennkill&#8221; von Leonie Swann empfohlen bekommen und gelesen habe, denn meine Frau liebt Schafe, glücklicherweise. Am Karfreitag bin bei meinen Eltern in der Hausbibliothek erneut fündig geworden. &#8220;Garou&#8221; ist das zweite Buch über neugierige und vom Gras besessene Schafe, die sich bemerkenswert geschickt bei der Aufklärung von Verbrechen anstellen. Garou oder Loup Garou wird in Frankreich der Werwolf genannt.</p>
<p><span id="more-6615"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Und wer kennt sich besser mit Wölfen aus als Schafe und außer Hunden sind zufällig Menschen auch zur Artengemeinschaft auf einer Schafwiese zu zählen. Die Kombination aus Wolf und Mensch ergibt ja bekanntlich den Werwolf. Da Schafe eher per Klaue unterwegs sind und auch anders kommunizieren, abgesehen von der völlig anderen Sichtweise auf die Dinge, ergeben sich konsequenterweise Probleme bei der Suche des Rätsels Lösung. Als soziales Wesen ist so eine Schafherde aber gar nicht so hilflos und weiß sich mit den verschiedenen Charakteren innerhalb der Herde zu helfen.</p>
<p style="text-align: justify;">Garou ist wie auch Glennkill erfrischend und beschaulich geschrieben. Leonie Swann beschränkt oder erweitert durch die reduzierte Wortgewalt der Schafe die anthropozentrische Sicht auf die Wollträger. Ein Krimi muß nicht technologisch überlastet sein, um Spannung oder Entspannung zu schaffen. Er muss auch nicht vor menschlichen Personen überquellen. Leonie Swann arbeitet nach dem Prinzip, weniger ist mehr. Oder wer sich auf Weniges konzentriert, öffnet das Auge für Wesentliches und löst das Wenige wesentlich konsequenter auf, wird in der Wahrnehmung atomar. Ich bin froh über den Garou von Leonie Swann, denn er entspannt durch seine Beschreibungen aus der Schaf- und Ziegenwelt. Der Thriller zeigt auch das Anderssein oder erlaubt und fordert es vielmehr. Verhalten, Muster und Normen menschlicher Färbung werden auf die Schippe genommen. Nichts muss so hingenommen werden, nicht einmal von den oft vorverurteilten Schafen. Da verzeihe ich als Naturphilosoph und temporäres Schaf auch die Einschränkungen der schäfischen Wahrnehmung und deren Beschreibung von Leonie Swann als Mensch.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe lange überlegt, ob ich den Garou hier vorstelle. Denn es geht ja um grüne Lebensweisen. Aber wer lebt grüner als Schafe auf der Wiese. Und die Entschleunigung, die uns &#8220;Glennkill&#8221; und der &#8220;Garou&#8221; bieten, sind unbezahlbar. Mich erinnern die beiden Werke an meine Kindheit, als alles, ob auf dem Feld beim Kartoffeln racken oder Unkraut ziehen, Gras/Rasen mähen, Mais schlagen oder Kirschen naschen eine unheimliche Intensität hatte. Keine Tomate wird je wieder so gut schmecken wie aus dem Garten meines Großvaters. Kein Heu wird wieder so stark nach Sonne duften wie auf dem Anhänger und im Heuschuppen. Kein Sturz vom Pferd wird wieder mit so einem Grinsen von mir quittiert werden, aber Bücher wie der Garou lassen mich nie die Suche nach ähnlichen Erfahrungen aufgeben. Der Garou ist für mich Kontemplation pur. Oder für mich eine Annäherung der Einheit von Denken, Handeln und Fühlen und das macht vor allem eins, Spaß.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Garou-Ein-Schaf-Thriller/Leonie-Swann/e346706.rhd">Garou &#8211; ein Schaf-Thriller von Leonie Swann</a>; Taschenbuch: 416 Seiten; 9,99 Euro</p>
<p style="text-align: justify;">Verlag: Goldmann Verlag; Sprache: Deutsch; ISBN-13: 978-3442473595</p>
<p style="text-align: justify;">
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		<title>&#8220;Die dritte industrielle Revolution&#8221; Jeremy Rifkin - Die Zukunft der Wirtschaft nach dem Atomzeitalter</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 10:57:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Artensterben]]></category>
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		<category><![CDATA[Campus Verlag]]></category>
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		<category><![CDATA[Jeremy Rifkin]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftsvisionen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Selten begegnet man einem Bruder im Geiste, zumindest was eine Vision unserer Zukunft betrifft. Wenn ich ein Buch schreiben möchte, dann so eines wie &#8220;Die dritte industrielle Revolution&#8221;, vielleicht mit noch einem etwas stärkeren Schwerpunkt auf Evolutionsbiologie, aber das ist eigentlich nicht wichtig. Ich kenne Jeremy Rifkin natürlich nicht und es ist das erste Buch, [...]</p><p>The post <a href="http://greendelicious.de/2013/04/die-dritte-industrielle-revolution-jeremy-rifkin/">&#8220;Die dritte industrielle Revolution&#8221; Jeremy Rifkin</a> appeared first on <a href="http://greendelicious.de">GREENDELICIOUS</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://greendelicious.de/wp-content/uploads/2013/04/Die-dritte-industrielle-Revolution.png"><img class="aligncenter  wp-image-6585" alt="Die dritte industrielle Revolution" src="http://greendelicious.de/wp-content/uploads/2013/04/Die-dritte-industrielle-Revolution.png" width="278" height="417" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Selten begegnet man einem Bruder im Geiste, zumindest was eine Vision unserer Zukunft betrifft. Wenn ich ein Buch schreiben möchte, dann so eines wie &#8220;Die dritte industrielle Revolution&#8221;, vielleicht mit noch einem etwas stärkeren Schwerpunkt auf Evolutionsbiologie, aber das ist eigentlich nicht wichtig. Ich kenne Jeremy Rifkin natürlich nicht und es ist das erste Buch, was ich von ihm lese und auch das Letzte, denn wenn ich so viele Gemeinsamkeiten entdecke, dann kann ich meine Kraft anders einsetzen, weiß aber dass es ihn oder Menschen wie ihn gibt. Und das zählt letztendlich, weil es motiviert.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-6518"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Was Rifkin im Buch lösungsfähig entwickelt, sind die Probleme, gegen die man ständig im Alltag läuft und mit dem Spruch &#8220;Gib mir die Kraft und Einsicht zu akzeptieren, was ich nicht ändern kann und die Kraft und dem Mut zu ändern, was ich ändern kann und gib mir die Weisheit zwischen beiden unterscheiden zu können.&#8221; Oder so ähnlich hat das mal irgendjemand formuliert und es trifft ja oft auch zu, denn wir können nur an uns selbst arbeiten und Kenntnisse sowie Erfahrungen weitergeben, ob es angenommen wird, haben wir leider nicht immer in der Hand.</p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Die dritte industrielle Revolution&#8221; beschäftigt sich prinzipiell mit 5 Säulen, die Rifkin als notwendig für eine Richtungsänderung ansieht. Er bleibt nicht bei rein wirtschaftlichen Schwerpunkten stehen, betrachtet sie aber als Basis für seine Argumentation, da er einen holistischen Blick auf die Entwicklungen hat. Die fünf Säulen sind:</p>
<p style="text-align: justify;">- Umstieg auf erneuerbare Energien</p>
<p style="text-align: justify;">- Umwandlung des Baubestandes in kleine Mikrokraftwerke</p>
<p style="text-align: justify;">- Einsatz von Wasserstoff und anderen Energiespeichern in allen Gebäuden und Knotenpunkten dieser Infrastruktur zur Speicherung unregelmäßig anfallender Energie</p>
<p style="text-align: justify;">- Nutzung von Internettechnologie, um das Stromnetz auf jedem Kontinent in ein Energieallmendenetz zu verwandeln, da lokale Überschüsse der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden können.</p>
<p style="text-align: justify;">- Umstellung der Transportsysteme auf Steckdosen bzw. Brennstoffzellenfahrzeuge, die Strom über ein interaktives smartes kontinentales Stromnetz Energie verkaufen.</p>
<p style="text-align: justify;">Man kann über Einzelheiten sicher diskutieren und noch Punkte wie Transparenz, Open Source Systeme usw. hinzufügen, aber pragmatisch wird dort angesetzt, wo jeder betroffen ist. Und er sich regelmäßig mit der Energiethematik beschäftigt, sieht davon vieles in ähnlichen Positionspapieren von Regierungen, Kommunen, Unternehmen, NGOs usw. Jedoch geht Rifkin darüber hinaus auf alle gesellschaftlichen Probleme ein. Er verschließt in &#8220;Die dritte industrielle Revolution&#8221; nicht die Augen vor den großen Herausforderungen und betreibt keine Appeasementpolitik oder Salamitaktik, um auf erzwungene Schritte, durch Nichthandeln und durch Lobbyisten gesteuert, zu warten. Er ist ein diplomatischer und konstruktiver Umweltlobbyist. Selten habe ich so ein in alle Richtungen weisendes Buch gelesen. Wo ich oft Divergenzen sehe, formuliert Rifkin konvergent optimistisch und lösungsorientiert. Erst der Schluss, der auf psychologische Bremsen und unser noch stark hierarchisches und wettbewerbsorientiertes Denken sowie dem darauf beruhenden Bildungssystem, speziell mit Zielfokus auf das zur Verfügung stellen von produktiven Industrieangestellten, die wenig hinterfragen, sondern nur fleißig funktional sein sollen, lässt auch bei Rifkin Sorgenfalten erkennen.</p>
<p style="text-align: justify;">Zentral steht der technologische Zusammenschluss von Informationstechnologie und Erneuerbare Energien als Schrittmacher für kulturelle Umwälzungen als Leitgedanke.</p>
<p style="text-align: justify;">Mir sind ähnliche Gedanken bei der Auseinandersetzung mit Apps auch schon gekommen. Wenn wir ausreichend Programmierstandardsprachen, open source basiert, haben, die zudem automatisch an Anwendungsschnittsstellen problemlos transkribieren und unsere Energie lokal gewonnen und intelligent verteilt wird, erzeugt das Unabhängigkeit und entlastet die Umwelt. Ein solches Unterfangen erfordert gewaltige Anstrengungen, denn die Qualität, die wir in solche Energienetze integrieren, wird Annäherungen an komplexe lokale Ökosysteme erfahren und die Komplexität wird stetig steigen, bis wir in der Morgenwelt angekommen sind. Diese Welt muss vorher zentralistisch organisierte Strukturen abbauen bzw. diese dürfen nicht mehr einfach in lokale und regionale Strukturen eingreifen dürfen. Organismen gewinnen Energie lokal, sie tauschen Informationen über Hormone lokal aus, auch wenn Wanderbewegungen natürlich über längere Strecken gehen, so ist die Energiegewinnung und der Umsatz immer lokal, von Speicherreserven einmal abgesehen. Das vermeidet rasche Verdrängungseffekte. Deshalb wird Besitz über lokale Energiegewinnung, auch wieder lokal vor Ort Werte schöpfen und völlig neue Definitionen erhalten. Privateigentum wie heute gesetzlich vorgeschrieben wird kritischer gesehen werden und ebenfalls umdefiniert werden. Güterteilung wird die Regel, nicht mehr die Ausnahme sein. Soziale Interaktion wird das Zusammenleben neu definieren. Die sozialen Medien zeigen z.T. schon, wie Leute sich proteisch verhalten. Das bedeutet, sie verlieren zunehmend ihre egoistischen Kanten, sie fließen in neue Umgebungen, da sie zunehmend digital natives sind. Sie sind also extrem anpassungsfähig und verlagern ihre Wertorientierung. Wer den <a href="http://books.google.de/books/about/The_Shockwave_Rider.html?id=fkkrZzaRNoIC&amp;redir_esc=y">Schockwellenreiter</a> von John Brunner gelesen hat, kann in ihm den ersten fiktionalen proteischen Protagonisten sehen. Und wer ihn nicht gelesen hat, sollte ihn lesen. Es ist eines der besten Bücher auf meiner Science Fiction-Liste.</p>
<p style="text-align: justify;">Was auch mir am meisten Kopfschmerzen bereitet sind alte Machtstrukturen, die über zentralistisch angehäuften Vermögen durch ebenfalls zentralistisch entwickelte Zugänge zu den Brennstoffen unsere Kultur derzeit noch definieren. Leider nehmen sich noch viele ein Beispiel daran. Aber die meisten gut ausgebildeten Menschen schätzen informelle Hierarchien, in denen sich temporär oder auch länger Kollektive bilden, die zusammen auf gleicher Augenhöhe arbeiten. Das schafft ein neues Bewusstsein und viele hoch qualifizierte Menschen sind nicht mehr gewillt, auch für mehr Entgelt, oft sinnfreie Hierarchien zur Kapitalanhäufung hinzunehmen, ohne Hintergrundinformationen zu erhalten. Sie nehmen bewusst geringere Einkommen in Kauf, um sich kollaborativ weiterzuentwickeln. Bei dem Wort kollaborativ frage ich mich, ob kollektiv nicht besser klingt, aber wahrscheinlich schrecken da viele aus Angst vor sozialistischen Erinnerungen zusammen. Jeremy Rifkin fordert diese Art der Arbeit zu verstärken und gibt für jede Aussage Studien und Beispiele an die Hand. Ob das Siloeffekte durch die Organisation von Unternehmen, Divisionen von Konzernen oder öffentliche Verwaltungseinheiten sind oder der amerikanische Präsident sind, die ihre kollektive Steuerung nicht leisten können bzw. vielleicht sogar vorhanden Visionen nicht zu implementieren wissen. Siloeffekte sind isolierte handelnde Einheiten gesellschaftlicher Gruppen, die eigentlich gemeinsam agieren möchten, aber durch diverse, über unser Konkurrenzdenken auf vielen Ebenen geschürt, Ängste keine offene Kommunikation zulassen und keine Lösungen generieren können. &#8220;Zufällig&#8221; habe ich kürzlich einen <a href="http://www.social-media-study.com/">Vortrag</a> gehört, der auf die aktuelle Nutzung von sozialen Medien abzielt, die von den meisten Marketingabteilungen nach dem Gießkannenprinzip oder gar nicht bedient werden, mangels Methodik zur Veröffentlichung, Kontrolle und Moderation von unternehmensrelevanten Informationen. Er kann kostenlos heruntergeladen werden. Ich bin immer wieder verwundert, wofür Geld ausgegeben wird, nur um Evidentes mit Zahlen zu belegen. Aber gegen den Glauben kommt man nicht an.</p>
<p style="text-align: justify;">Rifkin appelliert an unsere Empathie, nicht um unsere Mitmenschen zu manipulieren, sondern um mit ihnen Umwälzungen in die Wege zu leiten. Das betrifft auch unseren Umgang mit Tieren und die Näherung an ein biophiles Bewusstsein, dass bei vielen Menschen in der Stadt verloren gegangen ist. Darüber habe ich auch schon oft nachgedacht. Schauen Sie mal auf einen Waldrand mit vielen Hartholzgewächsen. Es gibt sehr viele Grüntöne, aber trotzdem beruhigt der Anblick. Schauen Sie mal auf einen zugebauten Straßenzug und kommen auch bei Ihnen so viele Dissonanzen auf oder beruhigt Sie die Ansicht? Vielleicht nicht, denn Sie haben schon immer in der Stadt gelebt, Sie haben vielleicht nur noch beschränkte Fähigkeiten biophil wahrzunehmen und zu fühlen bzw. sie sind nicht aktiviert oder unterentwickelt. Damit verbundene Möglichkeiten zur urbanen Entwicklung für Menschen und von Biodiversitätskonzepten wie viele Biologen auch, vor allem von Vorstädten, baut er in die dritte industrielle Revolution ein. So können wir unsere Lebensqualität wesentlich erhöhen, ohne destruktiv zu wirken. Man denke an aktuelle Beispiele wie Guerilla Gardening oder Dachgärten, die von Selbstversorgern angelegt sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Jeremy Rifkin ist nicht ein Professor an der Wharton School of Buisness, er ist auch einst gescholtener Luddist. Er geht und kommuniziert mit den EU-Entscheidungsträgern, hat Kontakte zur US-Regierung und berät diese sogar. Rifkin vernetzt diverse Spitzenleute aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft und weiß somit um enervierende Gespräche und Bemühungen, die er aber nie ins Negative abgleiten lässt. Trotzdem greift er das Establishment unserer Mächtigen und Hochfinanz durch seine schlüssige Argumentation an und möchte mit &#8220;Die dritte industrielle Revolution&#8221; allen auf die Füße treten, die sich eine gewisse Einsichtfähigkeit bewahrt haben und merken, dass sich etwas ändern muss. Es verändert sich schon eine ganze Menge in unserer Gesellschaft und ich finde das Buch wirklich überragend. Natürlich gibt auch einen Wermutstropfen wie die angesprochene Bewusstseinsbildung, und die Bewussten, die noch stärker motiviert werden, sollten auf die Handlungsebene zu wechseln. Die dritte industrielle Revolution ist aktuelle und zum Teil schon reale Science Fiction. Es gibt aber viel zu tun, für viele Fachleute und Motivierte, seien Sie dabei und lesen als ersten Schritt, wenn Sie nicht schon Überzeugungstäter sind, die dritte industrielle Revolution.</p>
<p><a href="http://www.campus.de/sachbuch/politik/Die+dritte+industrielle+Revolution.98024.html">Die dritte industrielle Revolution &#8211; Die Zukunft der Wirtschaft nach dem Atomzeitalter von Jeremy Rifkin</a></p>
<p>Übersetzt von Bernhard Schmid, Campus Verlag, 304 Seiten, EAN 9783593394527</p>
<p>Hardcover gebunden 24,99 Euro</p>
<p>E-Book 20,99</p>
<p>Bild: Campus Verlag</p>
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		<title>Der ökologische Fußabdruck von Hamburg - Fast 3 Erden bräuchte jeder Hamburger</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Apr 2013 07:01:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>El Wood</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Abbildung: www.footprint-deutschland.de Auf einer Buchvorlesung habe ich vor drei Wochen &#8220;Der ökologische Fußabdruck der Hansestadt Hamburg&#8221;, vom Zukunftsrat Hamburg (Hrsg.) herausgegeben, in die Hand bekommen. Nach der Regional Stepwise &#8211; Methodik, entwickelt von Best Foot Forward kann man lokal, regional, national und global für verschiedene Flächennutzungskategorien ermitteln, was der durchschnittliche Mensch so braucht an globalen hektar [...]</p><p>The post <a href="http://greendelicious.de/2013/04/der-okologische-fusabdruck-von-hamburg/">Der ökologische Fußabdruck von Hamburg</a> appeared first on <a href="http://greendelicious.de">GREENDELICIOUS</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;"><a href="http://greendelicious.de/wp-content/uploads/2013/04/fairtreten_logo.png"><img class="size-full wp-image-6464 aligncenter" alt="fairtreten_logo" src="http://greendelicious.de/wp-content/uploads/2013/04/fairtreten_logo.png" width="237" height="119" /></a></p>
<p style="text-align: center;">Abbildung: www.footprint-deutschland.de</p>
<p style="text-align: justify;">Auf einer Buchvorlesung habe ich vor drei Wochen &#8220;Der ökologische Fußabdruck der Hansestadt Hamburg&#8221;, vom Zukunftsrat Hamburg (Hrsg.) herausgegeben, in die Hand bekommen. Nach der Regional Stepwise &#8211; Methodik, entwickelt von <a href="http://www.bestfootforward.com/">Best Foot Forward</a> kann man lokal, regional, national und global für verschiedene Flächennutzungskategorien ermitteln, was der durchschnittliche Mensch so braucht an <em>globalen hektar</em> (gha).</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-6455"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Unter Berücksichtigung der Konsumkomponente und der Biokapazität der jeweiligen Flächen ist dann die Konsum-Landnutzungs-Matrix die Basis für den jeweiligen Ökologischen Fußabdruck. Präsentiert werden Nahrung, Wohnen, Mobilität, Güter, Dienstleistungen als Komponenten in der Matrix. Leider waren Radfahrer nicht berechnet in der Komponente Mobilität, denn der Anteil am Fußabdruck ist in Hamburg mit 24% hoch, nur Nahrung war noch höher mit 33% (Güter 22%, Dienstleistungen 6%, Wohnen 15%). Ich finde das superspannend. Denn auch hier ist ein direkter Vergleich von Gerechtigkeit möglich. Im <a href="http://greendelicious.de/2013/04/suffizienz-die-dritte-alternative-oder-soziologischer-sprengkopf/">vorletzten Artikel</a> haben wir auf die Problematik der bei Weitem nicht hinreichenden und unterentwickelten Suffizienz in den reichen Teilen der Weltbevölkerung hingewiesen und einiges dazu im Zusammenhang mit Ökoeffizienz und Ökoeffektivität erläutert. Hier das Ganze auf amtlicher Datenbasis, wenn auch noch von 2007 für eine hinreichende Vergleichbarkeit der Daten, wird kurz und knackig gezeigt, wo die Problematik liegt. Übrigens finde ich interessant, dass wir immer wieder Belege brauchen, um zu glauben, was wir denken zu verstehen. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass Hamburg die meisten Millionäre hat, dann leben wohl einige drastisch auf zu großem Fuß, da es ja bloß der errechnete Durchschnitt ist. Ob man an Stadtteilrechnungen oder Grundstücksrechnungen kommt? Also vom Obdachlosen, der wahrscheinlich gleich nach den ethnischen Gruppen im Amazonasgebiet, die vor der Zivilisation beschützt werden müssen, den geringsten Fußabdruck hat, bis zu den Elbchaussee- und Alstertalanrainern, die wahrscheinlich mehr als 6 Erden brauchen, um einigermaßen über die Runden zu kommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Es war ja jetzt so lange Winter und die meisten armen Autofahrer haben ja einen relativ schlechten Stoffwechsel, entsprechend wird ihnen kalt, wenn sie aus dem Auto steigen, was mir als Radfahrer weniger passiert. Der Anteil der Autos beträgt 38% an der Mobilität, nur Flugzeuge mit 50% sind noch übler. Gering dagegen mit 1% Bus- und Reisebusanteile, sowie 7% im Schienenverkehr und 4% für die Schifffahrt. Also rege ich mich zu recht auf, über die ganzen Autofahrer, die mit Gewalt im Auto in die Stadt müssen. Mit Gewalt schreibe ich, weil viele Autofahrer denken als Radfahrer muss man ausweichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Und ich wundere mich auch immer, wenn ich durch bestimmte Stadtteile mit dem Fahrrad fahre, warum alle Zimmer hell beleuchtet sind oder zumindest so im Kuschelmodus strahlen, teilweise mit 4 oder 5 Lampen in 3, 4 oder mehr Zimmern. Ist das normales Verhalten? Vielleicht sollte Strom relativ zum Einkommen Prozente kosten. Das würde zumindest diese Ausleuchtung menschenleeren Raumes beenden. Interessanterweise habe ich das Heftchen aus einem solchen Stadtteil. Schön, gerade die richtige Seite aufgeschlagen und das gibt mir recht, der Hamburger verbraucht weniger Energie als der durchschnittliche Bundesbürger, aber beim Strom greift er etwas mehr zu, auch wenn hier argumentiert wird, dass die Kohlendioxidintensität in der Hamburger Stromerzeugung geringer ist als anderswo in Deutschland.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei den Gütern ist Hamburg mit 474 kg pro Kopf Abfallaufkommen mit 20 kg über dem Bundesschnitt und leider ist auch der Anteil der recycelt und kompostiert wird geringer. Es wird zuviel energetisch verwertet, also verbrannt.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer also neugierig ist und alles genau wissen möchte, informiert sich besser selbst noch einmal mit den Links. Denn die Auflage beträgt nur 5000 im Druck, aber wir leben ja in einer PDF-haltigen Welt und  der Überblick zum Ökologischen Fußabdruck der Stadt Hamburg ist <a href="http://www.zukunftsrat.de/fileadmin/pdf/oekologischer_fussabdruck/ÖF_Broschüre_view_footprint_A5.pdf">hier</a> für ein bisschen Strom herunterzuladen, der gesamte Bericht, die Langfassung <a href="http://www.zukunftsrat.de/fileadmin/pdf/oekologischer_fussabdruck/Ecological_Footprint_Final_Report_german.pdf">hier</a>. Unten noch zwei weitere Links, die zu Beteiligten  führen und auf denen man seinen ökologischen Fußabdruck berechnen bzw. sich sehr umfangreich schlau machen kann.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.footprint-deutschland.de/">footprint­deutschland.de</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://footprintnetwork.org/en/index.php/GFN/">footprintnetwork.org</a></p>
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		<title>OpenHPI &#8211; IT &#8211; Know How Kurse für Kostenlos</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Apr 2013 15:31:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>In Zeiten, in denen sich etablierte und zentralisierte Machtstrukturen gegen neue Formen der Macht oder besser andere Formen von Demokratieverständnis wehren, kann man nicht genug über Informationstechnologie wissen. Kommunikationstechnologien, die dezentral eins sind mit regenerativen Energienetzen, werden wenn schon keine Revolution, dann doch eine schnelle Reformation ermöglichen. Unter der Bedingung, dass wir alle mitmachen. Dann [...]</p><p>The post <a href="http://greendelicious.de/2013/04/openhpi-it-know-how-kurse-fur-kostenlos/">OpenHPI &#8211; IT &#8211; Know How Kurse für Kostenlos</a> appeared first on <a href="http://greendelicious.de">GREENDELICIOUS</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;"><a href="http://greendelicious.de/wp-content/uploads/2013/04/Bildschirmfoto-2013-04-17-um-12.40.30.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-6578" alt="Bildschirmfoto 2013-04-17 um 12.40.30" src="http://greendelicious.de/wp-content/uploads/2013/04/Bildschirmfoto-2013-04-17-um-12.40.30.png" width="208" height="68" /></a></p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: justify;">In Zeiten, in denen sich etablierte und zentralisierte Machtstrukturen gegen neue Formen der Macht oder besser andere Formen von Demokratieverständnis wehren, kann man nicht genug über Informationstechnologie wissen. Kommunikationstechnologien, die dezentral eins sind mit regenerativen Energienetzen, werden wenn schon keine Revolution, dann doch eine schnelle Reformation ermöglichen. Unter der Bedingung, dass wir alle mitmachen. Dann wird der Rückbau überholter Hierarchien in unserer Gesellschaft zu einem Netzwerk von miteinander kommunizierenden und arbeitenden Kommunen führen, in der nicht nur Handwerker von nebenan über Regionalgeld vielleicht finanziell auch wieder wertgeschätzt werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-6408"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Wir werden nicht unbedingt vor Glückseligkeit durch die Gegend torkeln, aber mit Sicherheit nicht mehr so unsicher sein müssen, über die Dummheiten, die die lieben Abgeordneten und Lobbyisten in Brüssel, Berlin oder den Landeshauptstädten verbocken. Denn lokale und regionale Wirtschaft wird sich damit wieder unabhängiger von Konzernen und deren nachgegliederten Strukturen entwickeln können. Also bildet Euch und wenn das Hanno Plattner Institut so eine super Gelegenheit via OpenHPI bietet, dann greift zu.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf der CeBit habe ich einen OpenHPI-Flyer in die Hand bekommen, vom Hanno Plattner Institut. <a href="https://openhpi.de/?locale=de">OpenHPI</a> ist eine soziale und interaktive Online-Plattform für Informationstechnologie, auf der man kostenlos IT-Kurse belegen kann. Das Projekt OpenHPI ist im letzten September gestartet. Wer sich ein bisschen bemüht, bekommt ein Zertifikat vom Professor, der die Vorlesung bestreitet, unterschrieben. Die Anmeldung ist ebenfalls kostenlos. Ich habe mich schon angemeldet und nehme an einem Kurs zu Datenbanken teil. Auch auf alte Vorlesungsinhalte kann man zugreifen. Kurze Selbsttests kontrollieren, ob man die Vorlesung verfolgt hat bzw. die Materialien (pdf oder MP3) durchgearbeitet oder gehört hat. Diskussionsforen helfen sich zu vernetzen, z.B. zum Lernen und Hausaufgaben sowie eine Prüfung ermöglichen Euch das Zertifikat.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer sich beeilt, kann noch teilnehmen am aktuellen Kurs und mehr über SQL und Datenbanken erfahren. Ich finde es großartig, dass es OpenHPI gibt. Es ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft, wie offene Bildungsprogramme allgemein. Außerdem ist es nicht die schlechteste Idee von Hanno Plattner und seinen Verbündeten in die Zukunft zu investieren. Und wie gesagt, die Zukunft ist offen.</p>
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		<title>Suffizienz &#8211; 3rd Alternative oder soziologischer Sprengkopf?</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Apr 2013 12:50:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>El Wood</dc:creator>
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		<category><![CDATA[El Wood erklärt die Welt]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Derzeit versuche ich mit Suffizienz eine konsistente Vision unserer Zukunft für mich zu entwickeln. Ich habe mich entschlossen, einen Suffizienzstart zu wagen. Seit 7 Tagen trinke ich keinen Kaffee mehr. Normal trinke ich geschätzte durchschnittliche 0,75 Liter am Tag. D.h., ich habe schon 2940 Liter Wasser gespart und das ist extrem viel, finde ich. Meine [...]</p><p>The post <a href="http://greendelicious.de/2013/04/suffizienz-die-dritte-alternative-oder-soziologischer-sprengkopf/">Suffizienz &#8211; 3rd Alternative oder soziologischer Sprengkopf?</a> appeared first on <a href="http://greendelicious.de">GREENDELICIOUS</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Derzeit versuche ich mit Suffizienz eine konsistente Vision unserer Zukunft für mich zu entwickeln. Ich habe mich entschlossen, einen Suffizienzstart zu wagen. Seit 7 Tagen trinke ich keinen Kaffee mehr. Normal trinke ich geschätzte durchschnittliche 0,75 Liter am Tag. D.h., ich habe schon 2940 Liter Wasser gespart und das ist extrem viel, finde ich.<br />
<span id="more-6308"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Meine Suffizienzbemühungen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Laut waterfootprint.org komme ich auf 730 Kubikmeter Wasserverbrauch im Jahr mit allem, was ich so nutze, an Lebensmitteln, Konsumgütern, Waschen, Auto nicht fahren usw. Wenn ich keinen Kaffee mehr trinke, komme ich auf 502 Kubikmeter per anno. Ich habe also durch meine Kaffeesuffizienz eine Wasserersparnis von fast 230 Kubikmetern oder einen um 45% geringeren Wasserfußabdruck, obwohl ich vielleicht 1 Tasse Tee mehr trinken werde. Bei dem eingesparten handelt es sich vorwiegend um virtuelles Wasser. Das ist Wasser, das bei der Herstellung in den Kaffee anbauenden Gebieten und beim Transport anfällt, also nicht in Hamburg. Es werden global jährlich 110 Mrd. Kubikmeter Wasser für den Kaffeegenuss verbraucht.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich fühle mich nicht müder ohne Kaffee, bisher. Die Gehirnaktivität von Menschen mit Kaffeegenuss ist wie bei anderen Menschen auch, nur dass die Kaffeetrinker erst Kaffee trinken müssen, um die gleiche Gehirnaktivität zu erreichen. Es gibt ja auch entkoffeinierten Kaffee. Der belastet die Umwelt noch stärker. Im Übrigen habe ich eine viel bessere Bilanz für Wasser als angegeben, denn ich trinke viel Milch mit dem Kaffee, also wird meine Umwelt noch mehr entlastet, da ich so auch meinen Milchkonsum reduziere.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was ist Suffizienz?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mein Verzicht auf etwas, was eher ein Genussmittel oder sagen wir Luxus ist, ich aber nicht unbedingt brauche, ist ein typisches Beispiel für Suffizienz. Mit möglichst wenig auszukommen für ein gegebenes Ziel, z.B. gut zu leben, viel zu lernen oder einfach Entschleunigung und Entmüllung oder Reduktion meines Energie und Ressourcenverbrauches.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was ist Ökoeffektivität bzw. Ökoeffizienz?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Effizienz, Effektivität (Konsistenz) und Suffizienz bilden im Nachhaltigkeitsdiskurs unserer industriellen Ökologie eine Troika zur Reduzierung unseres ökologischen Abdruckes. Konsistenz ist hier ein Synonym für Ökoeffektivität, die von den C2C-Wiederentdeckern Braungart und McDonough im Gegensatz zur Ökoeffizienz etabliert wurde. Ökoeffektivität wird als produktorientiert, das Richtige zu tun definiert, mit dem Fokus biologisch abbaubare Bestandteile zu verwenden oder nicht biologisch abbaubare Bestandteile in technologischen Kreisläufen zu halten, also von der Wiege zur Wiege. Ökoeffizienz ist eine Bilanzierung, also das Richtige auf ein Produkt anzuwenden. Je mehr ich einspare, desto weniger belaste ich die Umwelt, also die Betrachtung des Produktes von der Wiege bis zur Bahre. Die Ökosuffizienz wird manchmal als komplementär zur Ökoeffektivität und Ökoeffizienz angesehen. Das trifft es nicht ganz, finde ich, denn die Drei schließen sich nicht aus und sind auch nicht gegensätzlich wie in beispielsweise Wikipedia dargestellt. Denn alle drei können von einem Akteur als Option oder kombinatorisch berücksichtigt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn ich ehrlich bin, kann ich die Drei nicht immer auseinanderhalten. Ökoeffizienz muss nicht ökoeffektiv und/oder ökosuffizient sein. Ökoeffektivität muss nicht ökosuffizient sein. Ich kann ökologisch völlig effektiv handeln, wenn mein Produkt komplett biologisch abbaubar ist, muss aber noch lange nicht effizient sein, von der Ökobilanzierung aus gesehen. Außerdem kann ich ökologisch effektiv sein, das heißt aber nicht das es ökologisch korrekt ist. Dabei meine ich Ökokorrektheit im Sinne von Artenfunktionalität mit der zugehörigen Komplexität in Ökosystemen. Ich unterscheide folgendermaßen zwischen beiden. Ökoeffektivität ist die synökologische Ebene, Ökoeffizienz ist die autökologische Ebene. Jeder Ökologe wird Ihnen bestätigen, dass beide Ebenen so stark miteinander verbunden ist, dass es nur modellhaft für die Analyse vereinfacht wird. Und die Evolution hat in den biologischen Phänomenen Effektivität und Effizienz berücksichtigt. Die einzelne Sardine ist effizient als Individuum, aber erst der Schwarm ist sehr effektiv für das Überleben der Sardine, was die einzelne Sardine nicht unbedingt ist. Verschwendet die Natur deshalb etwas, nein, sie ist in einem dynamischen Fließgleichgewicht, das natürlich Schwankungen unterliegt, aber sich trotzdem über lange Zeiträume funktional bewährt hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn man das jetzt auf Produkte anwendet, bedeutet das, dass die einzelnen Produkte schon effizient gefertigt sein müssen, um nicht im thermodynamischen Kostenkampf unterzugehen. Obwohl wir unsere Effizienz mit einem Übermaß an Energie bewerkstelligen. Auch kein einzelner Baum oder Strauch würde überleben, wenn er die Umweltfaktoren nicht effizient zu nutzen weiß. Aber wenn die Produktmasse, also eine Baumart mit ihren Populationen nicht Vorteile unter bestimmten Umweltbedingungen hat, also nicht für größere Skaleneinsparungen als Vorteile gegenüber anderen potenziellen Arten sorgt, überlebt auch das Produkt die Einführungsphase nicht oder sollte es zumindest nicht (wenn nicht gewisse Transaktionskosteneffekte auf ein Produkt der Firma umgelegt werden), genau, wie die Baumart aussterben würde, wenn sie als Population nicht funktioniert.</p>
<p style="text-align: justify;">Für die Anwendung ökoeffektiver Produkte muss ich letztendlich genauso umfassend denken, wie bei der ökoeffizienten. Es ist eine Frage der Kontingenz im soziologischen Sinn, denn beide sind aus dem gleichen Problem heraus entstanden, mal abgesehen von der biologisch evolutionären Kontingenz, bis wir auftraten. Ein <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Life-cycle_assessment">LCA (Life Cycle Assessment)</a> ist momentan, meist auf Produkte limitiert. Man kann es natürlich auch auf andere Entitäten anwenden, z.B. Prozesse, Unternehmen, Branchen. D.h., man versucht alle Aspekte die Ressourcenverbrauch auslösen zu berücksichtigen, als Wasserverbrauch oder Emission von CO2 berechnet beispielsweise. Ökoeffektivität versucht die Stoffe, die in ein zukünftiges Produkt eingehen, von vornherein biologisch abbaubar zu wählen, also natürliche Nahrungsketten/-netze zu imitieren. Wenn sie nicht biologisch zu generieren sind, dann werden die entsprechenden Stoffe so konzipiert, dass sie gut trennbar in einen technischen Kreislauf zurückzuführen sind, so ist zumindest die Ökoeffektivität nach Braungart und McDonough angegeben.</p>
<p style="text-align: justify;">Beide Konzepte werden nach und nach so umfassend erweitert werden. Denn wenn man ein LCA für ein Produkt immer umfassender gestaltet und nicht nur derzeitig zugehörige Standardenthalpien verwendet, also weitere derzeitig unbekannte intrinsische Qualitäten/Quantitäten integriert und gewichtet, dann wird die Wirkung eines Produktes auf die Umwelt immer weitere Kreise ziehen. Genauso ist es mit der Ökoeffektivität. Wenn eine für ein Massenprodukt geeignete, meinetwegen eine  gentechnisch veränderte, Faserpflanze in Monokulturen angebaut wird, dann ist sie vielleicht ökoeffektiv, da sie auch biologisch abgebaut werden kann, und wird bei gutem Nährstoffumsatz durch ausreichend Wasser, Energie und Nährstoffzufuhr super zu nutzen sein. Aber natürlich werden C2C Zertifizierungen mit der Zeit ja sukzessiv Verdrängungseffekte berücksichtigen, ein Standbein des Konzeptes ist Diversität, wie Wasserverbrauch, Düngemittel je hektar (ob natürlich oder nicht) und vielleicht sogar die Biodiversität des Anbaugebietes internalisieren (Ein Problem ist die Überdüngung durch den Fleischkonsum, selbst wenn man die Antibiotika, Pestizide usw. mal weg und nur natürlich integrierbare Fäkalien und Streustoffe zulässt.), z.B. durch Subsistenzwirtschaft oder Permakulturen. Was am Ende für Ökoeffizienz und die -effektivität zusammen zu einer realeren, Zeitpunkt limitierten Ökobilanz führt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Vorteile der Ökoeffektivität</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Einen Vorteil hat die Ökoeffektivität, denn auch wenn wir viele Ethnien die kulturspezifische alte Techniken und Erfahrungswissen entwickelt haben, gerade zerlegen, so sind doch noch viele dieser über viele Jahrhunderte oder Jahrtausende angesammelten Erfahrungen noch vorhanden. Und dieses Wissen definiert dezentralisierte, an die Standorte angepasste landwirtschaftliche Wirtschaftsweisen, die die richtigen Pflanzen und Tiere im Kreislauf zu nutzen wissen. Der andere Weg über Ökobilanzen zu gehen ist schwieriger, denn wichtige emergente und breit anwendbare Strukturen sind dort in einem wissenschaftlichen Kontext nicht immanent und noch lange nicht wirksam und getestet. Auch dient die stofflich analytische Auflösung oft nur einer neuen, konzeptionell eng limitierten Synthese, die eher weitere Probleme erzeugt. Und wenn man bedenkt, dass beispielsweise Gifte, also Stoffwechselprodukte, die Lebewesen bereitstellen, standörtlich oder/und über die bevorzugte Beute nicht unerheblich mit definiert werden, obwohl es die gleiche Art ist, dann sollte man bewährte und bekannte  lokale und regionale emergente Strukturen nutzen. Zumal diese Phänomenologie der alten und landwirtschaftlich persisten Kulturen eher unserer sensorischen Ausstattung (Sinne) entspricht, und unmittelbarer einsichtig und damit breiter vermittelbar ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Da die Genese beider Konzepte kontingent auftritt, werden sich die beiden Konzepte zu einem umfassenderen Konzept zusammenschließen. Ich wage sogar zu behaupten, dass die Suffizienz in beiden Konzepten mit angelegt ist, da sie wieder aus dem gleichen Problem heraus geboren ist. Die Natur leistet sich keinen Luxus, außer uns vielleicht. Insofern sollte man in den Diskussionen um Effektivität und Effizienz einfach verschiedene emergente Ebenen auseinanderhalten und beide transdisziplinär verbinden. Dass der Verzicht auf etwas, was ich nicht brauche, nur eine andere Annäherung an ein limitiertes Angebot ist, ist offensichtlich wie auch trivial für jeden von uns lösbar.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wachstumsbremse Suffizienz?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Allerdings ist die Suffizienz, das Pferd, dass keiner so recht vor seine Kutsche spannen möchte. Sie zieht nicht, sondern lässt einen selbst laufen. Das sieht man schon an dem kleinen Eintrag bei Wikipedia. Ich lese gerade Jeremy Rifkin &#8220;Die dritte industrielle Revolution&#8221; das Wort Suffizienz habe ich noch nicht gefunden (Seite 206). Auch im technischen Report des GRI (Global Reporting Initiative) habe ich das Wort nicht gefunden. Und das hat einen recht einfachen Grund, wer möchte denn auf seinen Kaffee verzichten, sein Auto, sein Haus, sein Garten, seinen Urlaub oder noch spitzer formuliert, wer möchte denn auf seinen Fußballverein, seine Jacht, sein Flugzeug, seinen Hofstaat verzichten? Wie lösen wir unsere daran gekoppelten soziologischen Biofeedbackschleifen und damit unser Verhalten über neue Einsichten und sich entwickelndes anderes Bewusstsein? Wir streben ja immer noch nach mehr oder der nächsten Gehaltserhöhung, der nächsten +10% Rendite, am besten alles zusammen. Oder nicht?</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Großteil unserer Eliten macht es wenig bewunderungswürdig eifrig vor, indem sie sich die größten Fahrzeuge, Flugzeuge, Schiffe, die teuersten Luxusartikel, -reisen und am besten diverse Häuser weltweit kaufen. Suffizienz wird nämlich, voll berücksichtigt, den Reichen an den Kragen gehen, denn Ökosuffizienz greift unseren Wohlstandsbegriff an. Besitz wird out sein und wer daran festhält wird bald ein Anachronismus sein. Die Schwierigkeit ist, dass wir damit zum Teil unser Lebenswerk oder den erreichten Status in der Gesellschaft infrage stellen müssen oder Positionen, die uns vordergründige Vorteile bieten, aber langfristig alles degradieren. Und genau deshalb fasst keiner die Ökosuffizienz so recht gerne an. Herr Braungart beispielsweise möchte mit seiner Ökoeffektivität gleich die Ökosuffizienz und die -effizienz aus dem Weg räumen. Ist auch klar, denn welche große Firma mit am Gewinn beteiligten und wohlhabenden Leuten wird sich C2C zertifizieren lassen, wenn die Suffizienz ein Kriterium wäre. Man wird über die Sensibilisierung für Ökoeffizienz und Ökoeffektivität und damit sich anpassenden Verhaltensweisen, indirekt ein Bewusstsein für Verzicht, also Suffizienz schaffen. Obwohl hier auch die Unternehmen als Entität eine zu große Schutzfunktion haben für die Anteilseigner. Oder glauben Sie, dass der Sultan von Brunei auf seine Fahrzeugarmada und seine Rennstrecke verzichten möchte oder Brangelina auf ihren LearJet oder Abramowitsch auf den FC Chelsea?</p>
<p style="text-align: justify;">Die Ökoeffizienz lässt sich technologisch gut verkaufen. Und wenn wir es darauf ankommen lassen und Bildungsoffensiven starten, die Umweltprobleme zum Zentrum unserer Wissenschaften machen, dann werden wir wahnsinnig effizient sein. Wir werden viel effiziente Produkte herstellen und diese Produkte werden unsere Ausrede für weiteren Konsum sein. Alles was wir jetzt produzieren, ob ökoeffizient, -effektiv oder vielleicht sogar ökoeffektiv und korrekt, was mir unmöglich erscheint, denn es erfordert eben einen sehr hohen Grad an Ökosuffizienz, ökologisch konsistent und so effektiv und effizient zu sein, um entlastend zu wirken, wird die Biosphäre weiter belasten. Denn ohne das Bewusstsein und die Reduktion auf das Wesentliche für alle wird sich nichts ändern. Die Ökoeffizienz wird nicht unsere konsumorientierte Maßlosigkeit ändern, selbst ökokonsistente Produkte und Technologien werden Verdrängungseffekte auf die natürlichen Ressourcen haben. Ich weiß, wie gesagt, auch nicht, wie mit dem Cradle to Cradle-Konzept die ökologische Komplexität umgangen werden kann, die jeder Artengemeinschaft innewohnt. Abgesehen von Reboundeffekten, die vielleicht sogar in einem Backfire münden. D.h., wenn wir unsere Wissenschaft beschleunigen, kann der Aufwand dafür zu Nebenprodukten führen, die nicht fokussieren, sondern andere Möglichkeiten eröffnen, aber als Sackgasse enden. Oder unsere Forschung und das gleichzeitige Weitermachen wie bisher verschlingt soviel an Ressourcen, dass wir viele neuralgische Triggerfunktionen in unserer Umwelt auslösen. Auch die steigenden Nachfrageraten nach ökologisch gefertigten Produkten, die zwangsläufig aufwendiger gefertigt werden müssen, für immer noch geforderte  höhere Wachstumsraten in der Wirtschaft können sich als fatal erweisen, nicht nur für soziale Spannungen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Cradle to Cradle als Breitensport?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zusätzlich finde ich die geschlossene Handhabe des guten Konzeptes Cradle to Cradle fragwürdig. Denn wenn Herr Braungart der Meinung ist, dass wir schnell und jetzt handeln müssen, also eine rasche Implementierung als ökoeffektiver Breitensport notwendig ist, warum legt er nicht ein OpenSource-Programm für das Cradle to Cradle-Konzept auf. Es gibt viel kreative Leute, die so ein Konzept adaptiv Auffächern und so eine Fast-Revolution auslösen könnten, zusammen mit Braungart und McDonough. Das Ganze aber kontrollieren zu wollen, ohne sich in die Karten schauen zu lassen, widerspricht der Argumentation Braungarts in seinen Vorträgen. Was ist das? Angst, sein Konzept könnt verwässert werden? Es ist normal das sich Konzepte diversifizieren in verschiedenen menschlichen Gruppen. Genau das hat die Menschheit in der Vergangenheit getan und eine hohe kulturelle Vielfalt entwickelt, ob nomadisch in der Wüste, der Steppe, Tundra oder zur See oder sesshaft in den Bergen, auf Inseln oder Wäldern. Oder hat er Angst, dass C2C ohne finanzielle Unterstützung großer Firmen keine Entwicklung erfährt? Auch das ist unbegründet, denn auch hier zählt der Enthusiasmus jüngerer Generationen, die sich Gedanken um die Zukunft unserer Welt machen und nicht mehr in zentralisierten Hierarchien der petrochemischen Sphäre denken.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Alternative Lösungsvorschläge ohne Suffizienz?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wenn dann wie neulich im <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/oekonomen-und-sozialwissenschaftler-zweifeln-an-der-demokratie-a-892991.html">Spiegel</a> auf einmal irgendwelche Koryphäen, die in China als Professoren angestellt sind, oder ein Baumgartner mit Red Bull finanziert zig Millionen in einem sinnfreien Stratosphärensprung verballert, anfangen die Demokratie infrage zu stellen, nur weil sie selbst glauben zur Elite der Maßlosen zu gehören oder dort Freunde zu haben, dann wundert es mich nicht, wenn die Suffizienz vorerst verdrängt wird. Da wird schon mal laut darüber nachgedacht, ob die Menschen mit besserer Erziehung und höheren moralischen Standards nicht mehr Stimmen bei einer Wahl bekommen sollen. Das hatten wir schon mal, im alten Athen, da durften nur freie Männer, also Sklavenhalter, wählen und in der Schweiz bis 1971, bis dahin waren Frauen nicht wahlberechtigt. Denn zuerst muss ein Gesellschaftsmodell her, dass den Eliten weiterhin ihre überbordenden Privilegien erlaubt, die uns in die derzeitige Misere getrieben haben, bevor an die Suffizienz auch als Option nur gedacht wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Und genau deshalb konnten sich Umweltbewegungen bisher auch nicht breitenwirksam wirklich durchsetzen. Echte Nachhaltigkeit würde unser aller Leben völlig umordnen. Das was wir derzeit betreiben, ist um den heißen Brei labern, bis die blöde Masse, die Ökodiktatur akzeptiert, bei gleichzeitigem Aufrechterhalten finanzieller Hierarchien und einer Installation von nicht-demokratischen politischen Systemen, die scheinbaren Optimaten das wohlwollende Herrschen, technologisch abgesichert, über den schlecht erzogenen Pöbel erlauben. Wer hat den Pöbel eigentlich erzogen?</p>
<p style="text-align: justify;">
<p>The post <a href="http://greendelicious.de/2013/04/suffizienz-die-dritte-alternative-oder-soziologischer-sprengkopf/">Suffizienz &#8211; 3rd Alternative oder soziologischer Sprengkopf?</a> appeared first on <a href="http://greendelicious.de">GREENDELICIOUS</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Ende der Artenvielfalt&#8221; von Josef H. Reichholf</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Apr 2013 15:45:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Wenn die Begriffe Biodiversität oder auch Artenvielfalt in der öffentlichen Diskussion auftauchen, dann ist selbst eine regelmäßige Beschäftigung mit dem Thema kein Garant für die richtigen Worte in Gesprächen und manchmal ist man überfordert von der Vernetzung biologischer Phänomene mit unserem Leben. Vielleicht ist die zunehmende Differenzierbarkeit mit zunehmendem Wissen auch schuld. Jedenfalls sind Erklärungen, [...]</p><p>The post <a href="http://greendelicious.de/2013/04/ende-der-artenvielfalt-von-josef-h-reichholf/">&#8220;Ende der Artenvielfalt&#8221; von Josef H. Reichholf</a> appeared first on <a href="http://greendelicious.de">GREENDELICIOUS</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;"><img class=" wp-image-6118  aligncenter" title="17665_S_reichholf_fin" alt="17665_S_reichholf_fin" src="http://greendelicious.de/wp-content/uploads/2013/04/978-3-596-17665-62.jpg" width="298" height="454" /></div>
<p style="text-align: justify;">Wenn die Begriffe Biodiversität oder auch Artenvielfalt in der öffentlichen Diskussion auftauchen, dann ist selbst eine regelmäßige Beschäftigung mit dem Thema kein Garant für die richtigen Worte in Gesprächen und manchmal ist man überfordert von der Vernetzung biologischer Phänomene mit unserem Leben. Vielleicht ist die zunehmende Differenzierbarkeit mit zunehmendem Wissen auch schuld. Jedenfalls sind Erklärungen, um das Thema zu erörtern, entsprechend stark reduziert. Es kann natürlich auch sein, dass ich damit überfordert bin. Deshalb freue ich mich über dieses Buch, auch wenn der Autor nicht unumstritten ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-6105"></span></p>
<p style="text-align: justify;">An diesem Werk über die Artenvielfalt gefällt mir besonders der direkte und sehr strukturierte Zugang zur Artenvielfalt und den Implikationen, die sich aus der Grundlage unserer Existenz, den Phänomenen der Evolution ergeben. Wahrscheinlich gefällt mir dieses Buch gerade weil Reichholf Evolutionsbiologe ist und entsprechend offen für die Artenvielfalt prozessiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Grundlagen der Artenvielfalt und der Verteilung auf der aktuellen Erde werden im ersten Drittel anschaulich erläutert. Die Probleme der Artenerfassung, der Schätzung der Zahl der Spezies auf dem Planeten, die Entwicklung von biotischer Diversität über die Zeit und in der jüngeren Erdgeschichte sowie die Funktionalität von Biodiversität für die -sphäre wird alles kurzweilig abgehandelt und erläutert. Reichholf bewegt sich auf hohem, aber gut verständlichem, populärwissenschaftlichen Niveau.</p>
<p style="text-align: justify;">Im zweiten Teil, den ich für sehr wichtig halte, gerade für das Verständnis von der Notwendigkeit des Naturschutzes oder Umweltschutzes werden Strukturen von Leben im Raum und besonders wichtig Populationen in der Ökologie beschrieben. Wir alle kennen Details von einzelnen Tieren und in ihrem Verhalten, aber als Populationsexperten sind wir allgemein nur unter unseresgleichen unterwegs. Und erst wenn man Populationen versteht, versteht man räumliche Notwendigkeiten zum Artenschutz und die Konkurrenz zwischen verschiedenen Arten und Populationen. Das zerlegt Reichholf gründlich und allgemein verständlich über das Sterben und Aussterben im Zusammenhang mit den Gefährdungen der Vielfalt.</p>
<p style="text-align: justify;">Hervorzuheben ist dabei die etwas zu kurze, aber trotzdem erwähnte Verantwortung von Reichen im pekuniären Sinne, die aus Spaß in vielen artenreichen Teilen der Erde ganze Populationen massakriert haben und auch heute noch glauben, besondere Rechte zu haben. Genauso gefällt mir die Kritik an der Nutzung von Naturschutzflächen unter wirtschaftlichen Aspekten bei gleichzeitigem Ausschluss von Naturfreunden oder -schützern aus den betroffenen Gebieten. Und der Generalverdacht, dass jede Art unter Schutz gehört, ist in unseren bzw. den industriell geprägten Gebieten Europas und Nordamerikas außergewöhnlich, aber in vielen anderen Regionen wie Indien und China eigentlich Erde normal, gerade auch aus religiösen Gründen und hat dort auch lange Zeit viele Arten bewahrt. Auch wenn derzeit durch den westlichen Konsumanspruch dort vieles auch im Argen liegt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Überdüngung wird oft vergessen, wenn man von artenvielfältigen Standorten spricht, denn die sind selten geworden, weil zu viel Dünger gewollt und ungewollt vorliegt. Dass Städte weniger darunter leiden und entsprechend eine hohe Artenvielfalt zeigen, da hier nicht gejagt wird und teilweise eine hohe räumliche Strukturvielfalt vorliegt, ist positiv zu vermerken. Allerdings entbindet es uns nicht unsere Landwirtschaft gründlich zu überdenken, die Hauptverantwortliche für den Artenverlust ist. Die Viehzucht ist dabei ein Riesenproblem mit besonderem Gewicht auf die tropische Landgewinnung für die Rinderzucht. Auch hier greift Reichholf beherzt zu und argumentiert wider dem Handeln besseren Wissens.</p>
<p style="text-align: justify;">Was mir nicht gefallen hat, war die etwas kurzsichtige und zu wohlwollende Betrachtung von Herr Grzimek, WWF und Konsorten, ist aber verständlich, wenn man die Freundschaft und jahrelange Zusammenarbeit vom Autor mit Grzimek betrachtet. Reichholf vergisst nämlich an dieser Stelle, dass viele Menschen durch die Naturschutzpolitik in Afrika und auch woanders vertrieben wurden. Gerade hier ist Herr Reichholf etwas paradox, denn einerseits redet er vom Zusammenleben mit Tieren und der Reduktion von Ängsten gegenüber Menschen, andererseits wurden durch Grzimek übereilte Handlungen und Einfluss ein althergebrachtes und kontingentes Zusammenleben von Menschen und Tieren verhindert.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Buch ist eines der besten interdisziplinären und nicht wissenschaftlich gehaltenen Kompendien für den Normalbürger, die ich zu dem Thema gelesen habe. Komplexität wird anschaulich heruntergebrochen und auf der populären Ebene analysiert. Realistischerweise weist der Autor auch auf die kommenden Artenverluste hin und gibt dennoch Hoffnung für die Zukunft, denn die Schwachstellen in der Naturschutzpolitik der meisten Länder sind hinreichend erkannt und Umweltgifte sind breit ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Allein der Flächenverlust, die Überdüngung, die Qualität der zu schützenden Flächen und deren Vernetzung wird noch nicht hinreichend gestoppt, berücksichtigt bzw. umgesetzt und natürlich mangelt es wie immer an der gesetzlichen nationalen und inter- und transnationalen Implementierung. Er spricht Schwachpunkte an und vertritt auch populär Unpopuläres wie seine Bücher zu dem Thema Artenvielfalt allgemein zeigen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die anderen drei, in Bezug auf Artenvielfalt vorgestellten Bücher (Produktivkraft Natur, Die Messung von Vielfalt, Messung und ökonomische Bewertung von Biodiversität: Mission Impossible?) sind spezieller auf ein Thema zugeschnitten, was deren Qualität für Fachleute sicher erhöht, aber leider bei der Grundlage unserer Leben auch stark die Möglichkeiten einschränkt, ein möglichst breites Publikum anzusprechen. Wir benötigen aber breit in der Bevölkerung verankertes Naturschutzbewusstsein und je besser es unmittelbar und emotional mit unserem täglichen Leben einhergeht, desto schneller wird eine ökologische Transformation unserer Gesellschaft über das Biofeedback greifen. Die Möglichkeit den offenen Leser an genau der Stelle abzuholen, wo Emotionalität ihn agieren, aber nicht blind in Schwärmerei verfallen lässt, durch einen adäquaten Realitätsbezug, schafft Reichholf mit diesem Buch.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.fischerverlage.de/buch/ende_der_artenvielfalt/9783596176656">Ende der Artenvielfalt &#8211; Gefährdung und Vernichtung von Biodiversität</a>, Forum für Verantwortung, Sach- und Taschenbuch, Fischerverlage, 9,95 Euro, 10,30 Euro (A), ISBN 978-3-596-17665-6</p>
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